Keine archäologischen Schäden bei Brand in Tel Geser

Ein großes Feuer wütet im Gebiet der Ausgrabungsstätte Tel Geser. Artefakte sind dabei jedoch nicht zu Schaden gekommen.
Von Israelnetz
Im Gebiet von Tel Geser wüteten die Flamme

Foto: Israelische Altertumsbehörde/Mark Avrahami

Verbrannte Erde: Die Flammen konnten den archäologischen Schätzen in Tel Geser laut ersten Untersuchungen nichts anhaben

LOD (inn) – Im Gebiet der Ausgrabungsstätte Tel Geser ist es am Montagnachmittag zu einem großen Brand gekommen. Entgegen erster Berichte und des Eindrucks vom völlig verkohlten Hügel sind archäologische Artefakte nicht zu Schaden gekommen. Das sagte der Leiter der Israelischen Altertumsbehörde, Eli Eskosido, der Zeitung „Ha’aretz“. Der Brand könnte durch die Entfernung von Gestrüpp sogar einige historische Gegenstände freigelegt haben, ergänzte er.

Nach dem üppigen Winterregen wuchs viel Unkraut und Gestrüpp auf dem Hügel. Ein Campingfeuer oder eine achtlos weggeworfene Zigarettenkippe könnte die dank der starken Sonneneinstrahlung getrockneten Pflanzen entzündet haben. Das Feuer könnte auch in einer landwirtschaftlichen Siedlung in der Nähe entstanden sein; durch entsprechende Winde hätte sich das Feuer dann bis Tel Geser ausgebreitet. Mit Flugzeugen und Löschfahrzeugen hat die Feuerwehr inzwischen das Flammenmeer gelöscht.

Ort mit Geschichte

Neben Megiddo und Lachisch zählt Tel Geser zu den wichtigsten archäologischen Stätten des Heiligen Landes. Der biblische Wohnhügel befindet sich südlich von Lod. Er stand an einer strategischen Stelle an der Kreuzung zwischen der alten Küstenstraße, die Ägypten mit Syrien und Mesopotamien verband, sowie der Straße nach Jerusalem und Jericho.

Geser wird in der Bibel im Rahmen der Eroberungen unter Josua erwähnt (Josua 10,33). Ein ägyptisches Dokument aus Amarna enthält die Information, dass etwa 2000 vor Christus der König von Geser dem ägyptischen Pharao Treue geschworen habe. (uws/df)

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