Kein klares Bild über Vormarsch – Medien zitieren palästinensische Quellen

JERUSALEM (inn) – Auch am vierten Tag von Israels Offensive gegen die PLO gibt es noch kein klares Bild: Während Israels Armeeführung weitgehend schweigt, stützen sich westliche Medien bei Berichten fast ausschließlich auf palästinensische Quellen.

Vor allem die Lage in Ramallah ist undurchsichtig, nachdem Israel die Stadt zum Sperrgebiet erklärt hat. Immer wieder ist von Kämpfen die Rede, die jedoch nicht bestätigt werden.

Am Montagabend berichteten selbst israelische Medien von einem Einmarsch von Israels Verteidigungsstreitkräften in der Palästinenserstadt Tulkarm östlich von Netanya unter Berufung auf „palästinensische Quellen“.

Diese Quellen hatten bereits am Donnerstag berichtet, „150 israelische Panzer“ hätten Ramallah umstellt, was nicht stimmte. Am Donnerstagabend zeigten Fernsehbilder, wie die ersten 13 Panzer in Marsch gesetzt wurden.

Der amerikanische Nachrichtensender „CNN“ holte auch am Montag immer wieder israelische und vor allem palästinensische Sprecher vor die Kamera und ans Telefon, um das Thema in den Schlagzeilen zu halten. Jedoch zeichnete sich auch dort kein klares Bild der Lage ab.

Als einziger deutscher Fernsehkorrespondent mit nachprüfbar fundierten Informationen und Einschätzungen zeigte sich – einmal mehr – Ulrich W. Sahm, der für den Berliner Sender „n-tv“ aus Israels Hauptstadt berichtet.

Kein Aprilscherz war diese Meldung: Offenbar tief beeindruckt vom christlichen Osterfest, meldete ein deutscher Nachrichtensender am Montagmittag sogar, Israelis seien in der Stadt Bethlehem in Judäa bis zur „Grabeskirche“ vorgerückt. Wo immer diese Bethlehemer Kirche liegen mag, bekannter ist jedenfalls die „Geburtskirche“. Die „Grabeskirche“ befindet sich – trotz des israelischen Einmarsches und sämtlicher UN-Resolutionen – immer noch in Jerusalem.

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