Katzav zurückgetreten

JERUSALEM (inn) – Israels Staatspräsident Mosche Katzav hat am Freitag seinen Rücktritt eingereicht. Dies war Teil einer Abmachung, die er mit der Staatsanwaltschaft getroffen hatte, um einer Haftstrafe wegen Vergewaltigung zu entgehen.

Katzav ließ das Rücktrittsgesuch über einen Boten an Knesset-Sprecherin Dalia Itzik übermitteln. In dem Schreiben heißt es laut dem Armeerundfunk, er wolle seine Aufgabe sofort beenden und zurücktreten. Laut dem israelischen Gesetz tritt dies nach 48 Stunden in Kraft, also am kommenden Sonntag.

Infolge der Vereinbarung hatte Katzav am Donnerstag sexuelle Belästigung eingeräumt. Dafür wurde er vom Vorwurf der Vergewaltigung freigesprochen. Ehemalige Mitarbeiterinnen hatten die Anklagen gegen den Präsidenten geäußert. Die erste Beschwerdeführerin hat eine Klage gegen die Abmachung angekündigt. Kritik kam auch von Frauenorganisationen und verschiedenen Vertretern der öffentlichen Leben. Generalstaatsanwalt Menachem Masus hatte die Entscheidung damit begründet, dass dadurch der Schaden für die Einrichtung der Präsidentschaft minimiert werde.

Katzav ist derzeit beurlaubt. Bis zum 15. Juli übernimmt Itzik seine Vertretung. Dann endet seine Amtszeit. Der Nachfolger ist Schimon Peres.

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