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Katzav beantragt erneute Anhörung vor Gericht

JERUSALEM (inn) - Der wegen Vergewaltigung verurteilte israelische Ex-Präsident Mosche Katzav hat beim Obersten Gerichtshof am Donnerstag eine zusätzliche Anhörung vor einem erweiterten Richtergremium beantragt. Das Gericht hatte Katzavs Berufung vor zwei Wochen abgewiesen und ein Urteil bestätigt, laut dem der 65-Jährige eine siebenjährige Gefängnisstrafe antreten muss.

In der Regel entscheidet ein dreiköpfiges Richtergremium beim Obersten Gerichtshof. Der Präsident des Gerichtes kann jedoch die Erweiterung des Gremiums auf jede beliebige ungerade Anzahl beschließen. In seltenen Fällen kann das Gericht außerdem eine zusätzliche Anhörung anordnen. Dann prüfen fünf oder mehr Richter eine Berufung, über die schon das dreiköpfige Richtergremium entschieden hat.

Katzavs Verteidiger beantragten bei Gericht eine Frist von 45 Tagen, um ihre Argumente vorzutragen. Ihrer Ansicht nach gebe es Gründe für eine Anhörung vor einem erweiterten Gremium, berichtet die Tageszeitung "Jerusalem Post". Eine Aufschiebung des Haftantrittes wurde nicht beantragt.

Katzav muss am 7. Dezember eine siebenjährige Haftstrafe wegen Vergewaltigung und sexueller Belästigung antreten. Bis jetzt betont er seine Unschuld. Der Verurteilte war von 2000 bis 2007 Präsident Israels. Wegen der Vorwürfe mehrerer Frauen wurde er zum Rücktritt gezwungen.

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