Kabinett genehmigt Militär-Einsatz in Gaza

JERUSALEM (inn) – Das israelische Sicherheitskabinett hat am Donnerstag eine länger andauernde Militärpräsenz im nördlichen Gazastreifen genehmigt. Der Auftrag der Soldaten lautet, die Palästinenser davon abzuhalten, weiter Kassam-Raketen auf die israelische Stadt Sderot abzufeuern.

Bei einem Treffen mit Sicherheitsbeamten erklärte Verteidigungsminister Schaul Mofas, die Bodenoffensive im nördlichen Gazastreifen werde fortgesetzt, zudem sollten Truppen auf unbestimmte Zeit dort stationiert bleiben, um eine Pufferzone einzurichten. Palästinensische Gruppen sollen dadurch auf eine Entfernung von sieben Kilometern von israelischen Städten ferngehalten werden. Die Reichweite einer Kassam-Rakete beträgt sieben bis neun Kilometer. Zudem sollen alle Häuser zerstört werden, in denen Raketen versteckt werden.

Der Code-Name der Operation lautet “Tage der Reue”, berichtet die Tageszeitung “Jerusalem Post”. Er soll auf die Bußzeit anspielen, die Juden gerade zwischen dem Neujahrsfest Rosch HaSchanah und dem Versöhnungstag Jom Kippur abgehalten haben.

Die Armee ist am Donnerstag in das Flüchtlingslager Dschabalija eingedrungen, das größte des Gazastreifens. Mit Panzern, Granaten und Maschinenpistolen lieferte sie sich heftige Gefechte mit den Palästinensern. Sicherheitsbeamte sagten gegenüber der Zeitung jedoch, die Ausmaße seien nicht vergleichbar mit der “Operation Schutzschild” im Jahre 2002.

Generalmajor Dan Harel sagte: “Es gibt kein Land in der Welt, das Raketenangriffe auf seine Städte hinnimmt. Daher führt die Armee intensive Bemühungen auf dem Boden und in der Luft durch, diese Angriffe einzudämmen”. Er fügte hinzu: “Wir können den Beschuss durch Kassam-Raketen nicht 100-prozentig stoppen. Aber ohne Zweifel können wir sie reduzieren, und genau das tun wir gerade.”

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