Justizminister nutzt Bußtage für Torahstudium

JERUSALEM / HEBRON (inn) - Der israelische Justizminister Ja´akov Ne´eman ist derzeit nicht an seinem Arbeitsplatz und in den Kabinettssitzungen anzutreffen. Seit 20 Jahren widmet er die ersten zehn Tage des jüdischen Jahres dem Studium der Torah. Diese Zeit gilt für gläubige Juden als "Tage der Umkehr".

Für die intensive Beschäftigung mit den jüdischen heiligen Schriften hat Ne´eman eine religiöse Hochschule (Jeschiva) auf dem Hebron-Berg gewählt. In diesem Jahr hat er dort auch Gesellschaft von seinem 19-jährigen Enkel, der die Jeschiva besucht. Nach Angaben der Studenten passt sich der Minister gut in die Lerngewohnheiten ein und übernimmt den Tagesablauf der Hochschule. Für das Büro von Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu ist er allerdings telefonisch erreichbar, schreibt die Tageszeitung "Ma´ariv".

Bereits als Rechtsanwalt hatte Ne´eman zwischen dem jüdischen Neujahrsfest Rosch HaSchanah und dem Versöhnungstag Jom Kippur die Torah studiert. Zudem unterstützte er die Jeschiva finanziell.

Der Jom Kippur wird am kommenden Samstag begangen. Mit ihm enden die zehn Tage der Umkehr, die besonders geprägt sind von Buße und der Bitte um Vergebung.

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