Jüdische Siedlung bekommt drahtloses Computernetz

ARIEL (inn) – Der israelische Ableger des Telekommunkationsunternehmens Nortel will für die Siedlung Ariel im Westjordanland ein drahtloses Computernetz aufbauen. Das Projekt ist das erste seiner Art in Israel und gilt als Musterbeispiel für andere internationale Interessenten.

Das israelische Ministerium für Kommunikation sowie die Zivilverwaltung von Judäa und Samaria haben nach monatelangen Verhandlungen Nortel nun die Lizenz für ein solches Netz erteilt. Damit kann die israelische Tochter der kanadischen Firma das erste drahtlose Maschen-Datennetz in Israel errichten.

Das WLAN-Netz soll im Zentrum der zweitgrößten israelischen Siedlung im Westjordanland errichtet werden, berichtet das Wirtschaftsmagazin “Globes”. Es soll innerhalb eines Monates aufgebaut sein und im Test mindestens ein Jahr in Betrieb sein.

Von dem drahtlosen Netz profitieren die Fußgänger auf der Haupt-Promenade in Ariel, Beschäftigte der Stadt sowie die Studenten der Hochschule von Judäa und Samaria. Zudem sollen Überwachungskameras und Ablesegeräte für den Wasserverbrauch angeschlossen werden. Den übrigen Bewohnern bringt das Netz einen kostenlosen drahtlosen Zugang ins Internet. Die Bürger können das Netz mit mobilen Computern oder Wi-Fi-fähigen Telefonen nutzen. Denn Nortel will das Netz auch für Mobilfunk nutzbar machen.

Das Testnetz von Ariel ist ein Vorzeigeprojekt für potenzielle einheimische und internationale Kunden. Mehrere US-Kommunen wollen derartige “vermaschte” Funknetze aufbauen. So sind etwa die Stadt San Francisco, die Militärs und der Suchmaschinengigant Google an der Technik interessiert.

Bei einem vermaschten Netz dienen die einzelnen Knotenpunkte sowohl als Sende- als auch als Empfangsstation. Die einzelnen Geräte wie zum Beispiel Minicomputer, Mobiltelefone oder Laptops nehmen sofort eine Verbindung zueinander auf, ohne dass eine übergeordnete Infrastruktur benötigt wird. Dadurch ist das Netz lauffähig, auch wenn einzelne Verbindungen ausfallen. Zudem bewährt sich die Technik bei langen Distanzen oder auf unübersichtlichem Terrain.

Schreiben Sie einen Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Bitte beachten Sie unsere Kommentar-Richtlinien

Offline, Inhalt evtl. nicht aktuell

Israelnetz-App installieren
und nichts mehr verpassen

So geht's:

1.  Auf „Teilen“ tippen
2. „Zum Home-Bildschirm“ wählen