Jüdische Purimbotschaft aus Hebron: „Arik, handle wie Mordechai!“

HEBRON (inn) – Die jüdische Gemeinschaft von Hebron in Judäa hat Israels Regierung erneut zum Kampf gegen den palästinensischen Terrorismus in der Erzväterstadt aufgerufen. Entgegen anders lautender Versprechen sei die Armee nicht wieder in palästinensische Wohngebiete eingerückt, aus denen auf jüdische Häuser geschossen werde, heißt es in einer Stellungnahme der Gemeinschaft.

Im September hatte die Armee nach zwölftägiger Besetzung die von Palästinensern kontrollierten Abu Sneineh-Hügel (Shalhevet-Hügel) wieder geräumt, nachdem die Palästinenserführung versprochen hatte, für Ruhe und Ordnung zu sorgen. Dies sei jedoch nicht geschehen, beklagt die jüdische Gemeinschaft. In Anspielung auf den biblischen Hintergrund des jüdischen Purimfestes fordert die Gemeinschaft: „Ariel Sharon! Handle endlich wie Mordechai der Jude. Stelle dich unseren Feinden entgegen und schlage sie – bevor noch mehr Juden leiden müssen.“

Hebron ist die einzige Stadt in den von Israel 1967 eroberten Gebieten, in der Israelis und Palästinenser leben. Sie gilt als ständiger Unruheherd. Die geographische Situation begünstigt die in letzter Zeit verstärkten Angriffe auf Juden.

Das Stadtzentrum mit den jüdischen Wohnbereichen Avraham Avinu, Tel Rumeida und Beit Hadassah liegt am tiefsten Punkt und ist umgeben von Hügeln, die Israel vor viereinhalb Jahren an die Palästinenser abgegeben hatte. Die Jüdische Gemeinschaft Hebrons unter Leitung von Noam Arnon hatte in der Vergangenheit wiederholt die Rückeroberung der Hügel in der Innenstadt gefordert.

Seit 1968 leben wieder Juden in der Stadt, die bis zu dem gewaltsamen Pogrom von 1929 eine der ältesten, größten und bedeutendsten jüdischen Gemeinschaften im Heiligen Land beherbergte.

Die allermeisten Israelis im heutigen Hebron sind religiös. Sie beten am Grab der Erzväter Abraham, Isaak und Jakob, der sogenannten Höhle Machpela.

Hebron spielt auch eine große Rolle in der alten Geschichte Israels. In der Stadt wurde im Jahr 1011 vor unserer Zeitrechnung der Bethlehemer Heerführer David Ben-Yishai („Sohn Isais“) zum König von Juda gekrönt, bevor er ab 1004 als Herrscher Gesamt-Israels das Land von Jerusalem aus regierte.

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