Juden aus 20 Ländern bei Winterspielen in Ruhpolding

Ruhpolding bereitet sich auf die ersten jüdischen Winterspiele seit 86 Jahren vor. Botschafter der Sportveranstaltung von Makkabi Deutschland ist ein bekannter ehemaliger Skiläufer.
Von Israelnetz

Foto: Makkabi Deutschland

Bei den WinterGames werden auch israelische Athleten erwartet

RUHPOLDING (inn) – Das Jahr 2023 beginnt mit einem besonderen Sportereignis: Erstmals nach 86 Jahren gibt es wieder jüdische Winterspiele. Die Organisation „Makkabi Deutschland“ richtet sie im bayerischen Ruhpolding aus. Botschafter ist der ehemalige deutsche Skirennläufer Felix Neureuther.

Eröffnet werden die WinterGames am 2. Januar. Bei der Feier sind Grußworte von Charlotte Knobloch (Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München), Josef Schuster (Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland) und dem Bürgermeister von Ruhpolding, Justus Pfeifer (CSU), geplant. Die Abschlusszeremonie ist am 8. Januar, offiziell endet die Veranstaltung am 9. Januar.

In den Sportarten Ski Alpin, Langlauf, Snowboarden, Eiskunstlauf, Snow-Volleyball und Eisstockschießen wird es in unterschiedlichen Leistungsniveaus zahlreiche Wettbewerbe geben. Hinzu kommt ein vielfältiges Bildungs- und Rahmenprogramm. Dieses gestalten unter anderen Manfred Lämmer von der Deutschen Sporthochschule Köln und der Holocaust-Überlebende Schaul Ladany aus Israel mit. Sie werden Vorträge über die Geschichte und Gegenwart der Makkabi-Bewegung und das Olympia-Attentat 1972 in München halten.

Fast 400 Teilnehmer und freiwillige Helfer aus 20 Ländern und fünf Kontinenten „werden diese historische Veranstaltung mit Leben, Sport und jüdischen Traditionen füllen“, teilte der Veranstalter mit. Zu den Herkunftsländern gehörten die Ukraine, Israel, die USA und Australien.

Jüdischkeit, Sport und Gemeinschaft

Alfi Goldenberg leitet das Organisationskomitee. Der Vizepräsident für Sport des Vereins Makkabi Deutschland sagte: „Die Vorfreude ist riesig! Neben den alle vier Jahre stattfindenden Makkabi-Weltspielen im Sommer gibt es jetzt endlich auch wieder Makkabi-Sport im Winter.“ Goldenberg ergänzte: „Wir freuen uns auf eine Woche voller Jüdischkeit, Sport und Gemeinschaft!“

Die weltweite jüdische Sportbewegung Makkabi ist nach den Makkabäern benannt, die im 2. vorchristlichen Jahrhundert siegreich gegen die Hellenisten kämpften. Den Verband Makkabi Deutschland gibt es seit 1903. Zuletzt wurden jüdische WinterGames 1933 in Polen und 1936 in der damaligen Tschechoslowakei ausgetragen. (eh)

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