Jordanisches Waffenversteck gefunden

In Israel stoßen Archäologen bei Bauarbeiten oder Ausgrabungen immer wieder auf Artefakte, die Hunderte oder Tausende Jahre alt sind. Jetzt haben Forscher in Jerusalem jedoch eine Entdeckung aus dem Sechs-Tage-Krieg gemacht.
In dem Versteck befand sich Munition für ein leichtes Maschinengewehr

Foto: Yoli Schwartz, Israel Antiquities Authority

In dem Versteck befand sich Munition für ein leichtes Maschinengewehr

JERUSALEM (inn) – Israelische Archäologen haben unter der Jerusalemer Klagemauer ein jordanisches Waffenversteck gefunden. Es stammt vermutlich aus der Zeit des Sechs-Tage-Krieges von 1967.

Die Forscher waren bei der Freilegung einer Zisterne im Tunnelsystem unter der Klagemauer auf das Versteck gestoßen. Es beinhaltet unter anderem zehn voll geladene Magazine für das leichte Maschinengewehr „Bren“ und zwei Bajonette. Laut der Israelischen Altertumsbehörde wurden die Bajonette vom Typ „Lee Enfield“ 1956 im britischen Leeds gefertigt und Jordanien zur Verfügung gestellt.

„Normalerweise stoßen wir bei Ausgrabungen auf ein- oder zweitausend Jahre alte Artefakte. Aber dieses Mal erhalten wir einen Blick auf die Ereignisse von vor 53 Jahren – festgehalten in dieser Wasserzisterne“, sagten die Wissenschaftler Barak Monnickendam-Givon und Tehila Sadiel in einer gemeinsamen Erklärung vom Mittwoch. Sie vermuten, dass die Waffen von jordanischen Soldaten versteckt wurden, als die israelische Armee die Altstadt eroberte.

Von: dn

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