Jordanischer Justizminister fordert Freilassung von Kindermörder

AMMAN / JERUSALEM (inn) - Jordaniens neuer Justizminister Hussein Mdschali hat die Freilassung des Terroristen Ahmed Dakamseh gefordert. Dieser hatte im Jahr 1997 als Soldat an der israelisch-jordanischen Grenze sieben israelische Schulkinder erschossen. In Israel wurde der Aufruf mit Empörung vernommen. Aus dem Außenministerium hieß es, man sei "angewidert und schockiert".

Am Montag demonstrierten Dutzende Jordanier vor dem Büro Mdschalis und verlangten die Freilassung Dakamsehs. Die Kundgebung hatten Angehörige des Häftlings organisiert. Der Justizminister hatte sich den Demonstranten angeschlossen. Gegenüber der Gruppe gab er an, er sei als ehemaliger Anwalt des Verurteilten hier.

Israels Botschafter in Jordanien, Daniel Nevo, forderte Regierungsvertreter in Amman dazu auf, die Aussagen des Justizministers zu verurteilen und zu versichern, dass diese keine offizielle Haltung seien.

Aus dem israelischen Außenministerium hieß es, die Nachricht sei um so schwerwiegender, da der Aufruf von dem Minister komme, der die Verantwortung für Recht und Gerechtigkeit inne habe. Israel erwarte, dass der verurteilte Mörder die ihm auferlegte Strafe absitze.

Dakamseh war nach dem Vorfall zu 25 Jahren Gefängnis verurteilt worden.

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