Jesse Jackson: entführte Soldaten sind wohlauf

DAMASKUS / JERUSALEM (inn) – Der amerikanische Bürgerrechtler Jesse Jackson, der seit dem Wochenende Syrien und den Libanon besucht hat, ist am Mittwoch in Israel eingetroffen. Er berichtete, dass es den drei entführten israelischen Soldaten gut gehe.

Am Mittwoch traf der Bürgerrechtler die Familien der israelischen Soldaten. Den Angehörigen der Familien von Ehud Goldwasser und Eldad Regev sagte er, die beiden seien noch am Leben. “Ich kann keine Details bekannt geben, aber ich habe positive Berichte gehört, dass es den Soldaten in der Gefangenschaft gut geht.” Dies habe er von Hisbollah-Anhängern erfahren. Bei dem Treffen hätten ihm Hamas-Vertreter gesagt, dass auch Schalit noch lebe.

Am Sonntag hatte Jackson den syrischen Präsidenten Baschar Assad in Damaskus getroffen. Er sprach mit ihm über einen Austausch von Gefangenen zwischen Israel und der Hisbollah. Jackson erklärte, er wolle die Vertreter der Länder dazu auffordern, sich an den Waffenstillstand zu halten und forderte den Dialog als Möglichkeit, die Probleme des Nahen Ostens zu lösen. “Das Wichtigste von allem ist der Dialog, und den müssen wir versuchen”, sagte Jackson laut einem Bericht der Tageszeitung “Jerusalem Post”.

Es ist unklar, ob Jackson in Damaskus auch über die Freilassung des israelischen Soldaten Gilad Schalit sprach, der am 25. Juni in Gaza von der Hamas entführt worden war. Syrien bietet Hamas-Führern Schutz und unterstützt die radikal-islamische Gruppe.

Israel lehnte die Initiative Jacksons derweil dankend ab. “Wir schätzen die Sensibilität Jacksons in den humanitären Fragen”, sagte ein Regierungsvertreter in Jerusalem, doch Israel fordere die Freilassung der Soldaten ohne Bedingungen.

Jackson führt eine Delegation von zehn Vertretern an, darunter von jüdischen, moslemischen, römisch-katholischen und protestantischen Gruppen.

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