Jemens Präsident: Israel und USA stecken hinter Protesten

SANAA (inn) - Der jemenitische Staatspräsident Ali Abdullah Saleh hat Israel und die USA für die Proteste in der arabischen Welt verantwortlich gemacht. Am Dienstag sagte er vor Studenten an der Universität von Sanaa, die Unruhen seien eine "Verschwörung, die Israel und den Zionisten dient".

"Ich werde ein Geheimnis preisgeben", kündigte Saleh in seiner Rede vor etwa 500 Studenten an. Dann erklärte er: "Es gibt eine Operationszentrale in Tel Aviv, mit dem Ziel, die arabische Welt zu destabilisieren, die vom Weißen Haus geleitet wird". Die Opposition im Jemen treffe sich regelmäßig mit dem US-Botschafter in der Hauptstadt Sanaa, um die Protestbewegung zu koordinieren. Der Tageszeitung "Jediot Aharonot" zufolge kritisierte er außerdem US-Präsident Barack Obama: "Warum mischt er sich ein? Ist er der Präsident der USA oder der Präsident der arabischen Welt?"

Am Dienstag waren erneut Zehntausende Demonstranten im Jemen auf die Straße gegangen und hatten den Rücktritt Salehs und seiner Regierung gefordert. Die Proteste dauern bereits seit Mitte Januar an.

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