Ja‘alon entschuldigt sich für Äußerung zu Kerry

JERUSALEM (inn) – Er soll den Nobelpreis nehmen und verschwinden. So bewertete der israelische Verteidigungsminister Mosche Ja‘alon das Bemühen des US-amerikanischen Außenministers John Kerry, Israelis und Palästinensern zu Verhandlungen zu verhelfen. Dafür hat sich Ja‘alon nun brieflich bei Kerry entschuldigt.
Bedauert seine Worte: der israelische Verteidigungsminister Ja'alon.
Bedauert seine Worte: der israelische Verteidigungsminister Ja’alon.

In gewundener Diplomatensprache heißt es in dem Brief, „der Verteidigungsminister entschuldigt sich, wenn der Außenminister durch die Worte beleidigt wurde, die dem Minister zugeschrieben werden“. Ja‘alon ließ weiter verlauten: „Israel und die Vereinigten Staaten teilen das gemeinsame Ziel, die Friedensgespräche zwischen Israel und den Palästinensern unter Kerrys Führung voranzubringen“, zitiert die Tageszeitung „Yediot Aharonot“ aus dem Brief.
Am vergangenen Dienstag hatte Ja‘alon Kerrys Bemühungen als „unangebrachte Besessenheit“ und „messianischen Eifer“ verurteilt. Kerry könne ihm „nichts über den Konflikt mit den Palästinensern beibringen“.

Äußerung mit Nachworten

Nach Informationen der israelischen Tageszeitung „Yediot Aharonot“ hat sich auch der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu um Ausgleich bemüht. Er telefonierte dazu mit einem ungenannten Vertreter der US-Regierung in Washington. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Jen Psaki, nannte die Bermerkung Ja‘alons „beleidigend und unangemessen“.
Verschiedene israelische Staatsmänner versuchten ebenfalls, die Wogen zu glätten. Staatspräsident Schimon Peres hob Kerrys „ungewöhnliche Hingabe“ hervor, Frieden in Nahost herzustellen. Außenminister Avigdor Lieberman wies Ja‘alons Bemerkung zurück: „Es gibt keinen Raum für persönliche Angriffe, auch wenn es gelegentliche Missverständnisse gibt“, zitiert ihn „Yediot Aharonot“.

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