Italiens Premierminister in Israel

JERUSALEM (inn) – Israel ist angesichts der aktuellen Lage im Nahen Osten sehr besorgt. Das sagte Staatspräsident Schimon Peres am Montag bei einem Treffen mit Italiens Premierminister Enrico Letta in Jerusalem.
Italiens Premier Letta hat sich in Jerusalem unter anderen mit seinem Amtskollegen Netanjahu getroffen.

Foto: Moshe Milner, GPO

Italiens Premier Letta hat sich in Jerusalem unter anderen mit seinem Amtskollegen Netanjahu getroffen.

„Wir sind sehr besorgt über die Lage im Nahen Osten. Es gibt keine Vorhersagen darüber, was in Ägypten passieren wird, aber ich bete, dass sie eine Lösung finden. Was wir im Nahen Osten sehen, sind keine Zusammenstöße zwischen Zivilisationen, sondern ein Konflikt innerhalb von Zivilisationen. Denn die Menschen bäumen sich gegen große existentielle Probleme auf, wie Armut, Gesundheit und Arbeitslosigkeit“, sagte Peres laut einer Mitteilung des israelischen Außenministeriums.
Letta wies darauf hin, dass sein Besuch in Israel der erste seit seiner Amtsübernahme in einem Land außerhalb der EU ist. Er betonte die Bedeutung neuer Friedensverhandlungen zwischen Israel und den Palästinensern. Italien werde gern jegliche Unterstützung zur Verfügung stellen, die zu einer Wiederaufnahme der Gespräche führen würde. Er teilte zudem mit, sein Land sei an einer Stärkung der wirtschaftlichen Beziehungen mit Israel interessiert, vor allem im Bereich der Energie.
Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu erklärte bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Letta: „Wir wollen Frieden. Ich will Frieden. Wir wollen so schnell wie möglich mit Friedensverhandlungen beginnen, ohne Hindernisse.“ Er sei bereit „in das Friedenszelt zu gehen und darin zu bleiben, bis weißer Rauch aufsteigt“, sagte der Premier. Die aktuellen Friedensbemühungen von US-Außenminister John Kerry verdienten die anhaltende Unterstützung Europas. Er sei sich sicher, dass Italien diese Unterstützung leisten werde.
Der Regierungschef wies zudem auf die Sicherheitsherausforderungen in der Region hin. Die „unmittelbarste“ gehe von der Hisbollah aus. Netanjahu forderte die EU erneut dazu auf, die schiitische Miliz auf ihre Liste der Terror-Organisationen zu setzen.
Letta und Netanjahu vereinbarten außerdem Regierungskonsultationen ihrer Länder für Dezember im italienischen Turin.

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