JERUSALEM (inn) – Im Jahr 2025 haben rund 1,3 Millionen Touristen Israel erkundet. Das ist ein Anstieg von 35 Prozent gegenüber dem Vorjahr mit rund 961.000 Touristen. Das Staatliche Israelische Tourismusbüro sieht angesichts dieser Zahlen „deutliche Zeichen der Erholung“.
In der Liste der Besucherzahlen kommt der deutschsprachige Raum auf den fünften Platz: Aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sind demnach 67.300 Besucher im vergangenen Jahr nach Israel gereist. Deutschland stellte 43.100 Besucher, die Schweiz 15.400 und Österreich 8.800.
Persönliche Bindungen als Treiber
Die Leiterin für die DACH-Region, Ksenia Kobiakov, zeigte sich laut einer Mitteilung des Tourismusbüros zuversichtlich, dass das Interesse in diesem Jahr weiter zunimmt. Persönliche Bindungen seien ein wesentlicher Treiber für Besucher. 45 Prozent der Reisenden gaben an, Freunde und Verwandte zu besuchen. Dieser Wert sei im Vergleich zum Vorjahr stabil geblieben.
Die meisten Touristen kamen aus den USA (400.000), Frankreich (159.000) und Großbritannien (95.000). Damit sind diese Länder zusammen für rund 50 Prozent aller Einreisen verantwortlich. In der Liste der einzelnen Länder folgen Russland, Deutschland, die Ukraine, Kanada und Rumänien.
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Ausbau des Angebots
Auch Tourismusminister Chaim Katz (Likud) rechnet damit, dass die Zahl der Touristen in diesem Jahr weiter steigt. Dafür sorgten sinkende Reisewarnungen und der Ausbau des Flugangebotes. Zudem habe das Tourismusministerium rund 49 Millionen Euro bereitgestellt, um mit 2.050 neuen Hotelzimmern die Kapazitäten auszubauen.
Vom Rekordjahr 2019 mit 4,5 Millionen Touristen ist Israel indes noch weit entfernt. Die Krisen der vergangenen Jahre sorgten für Rückgänge. Nach einem Tiefstand im Jahr 2021 mit 396.000 Touristen infolge der Corona-Pandemie stiegen die Zahlen vor Ausbruch des Gazakrieges zunächst wieder auf 2,7 Millionen (2022) und 3 Millionen (2023). (df)
14 Antworten
Es ist eine positive Entwicklung, dass sich der Israel-Tourismus langsam erholt. Manche positive Entwickungen brauchen ihre Zeit.
Wenn man im Internet googelt sieht man, dass deutsche Reisebüros vermehrt Jordanien anbieten, was natürlich nicht das “ Heilige Land“ ist. „Petra“ braucht man, wenn überhaupt, nur 1x sehen, Israel immer. Shalom nach Israel
Im Jahr 2025 haben rund 1,3 Millionen Touristen Israel besucht. Aus der Toscana leider nur unser Hauspersonal und ein paar Freunde und Bekannte noch dazu.
@ AlbertNola:
Auch hier erlaube ich mir die Frage, die selbstverständlich nicht beantwortet werden muss, weshalb Sie nicht dabei waren, die „Toscana-Fraktion“ zu stärken. Wenn ich mich richtig erinnere, haben Sie einen „zackigen“ Fahrer. Vielleicht würde es ihm Freude machen. Und von Piräus oder Lavrio aus gibt es Fähren nach Haifa. Diese Reiseroute werde ich auf jeden Fall einmal ausprobieren. Wobei ich, mangels Fahrer, vermutlich nach Athen fliegen werde.
Schwierig, liebe Emma. Mario, unser Fahrer, 92 Jahre, gestern sein Geburtstag, fährt sehr sicher, aber nur in der Toscana, wo er sich am besten auskennt.
Das freut mich sehr; auch meine Israel-Reise ist für dieses Jahr fest eingeplant und in den nächsten Jahren dann voraussichtlich mehrfach. Ich werde mich auch sehr bemühen, dass mein Mann und ich nicht zu der Kategorie Touristen gehören, die irgendwie aufdringlich sind oder unangenehm auffallen und wir werden uns von unserer allerbesten Seite zeigen.
Gute Nachricht. Wenn ich könnte wie ich wollte, wäre ich dabei
@ Antonia:
Darf ich fragen, was Sie abhält? Ich freue mich über Mitreisende und mein Mann lebt ohnehin in seiner eigenen Welt. 😉 Er ist aber sehr angenehm und freundlich. (Außer, wenn Schwimmer hin und her schwimmen, statt in ihrer Bahn zu bleiben und geradeaus zu schwimmen. 😉 )
Ja, liebe Emma, danke der Nachfrage. Es geht wieder um den besten Ehemann von allen, dessen Gesundheitszustand sich verschlechtert hat. So wie es aussieht, kann ich keine Reise planen. Ich reise sozusagen im Geiste an alle Orte, die wir in Israel besucht haben. LG
Ich werde, wenn nichts wichtiges dazwischen kommt auch wieder im Mai im Lande sein, und auch nächstes Jahr, bis ich dann für immer bleibe, und dann als Israeli.
SHALOM
@ Klaus:
Ich beneide Sie; Mai, das ist nicht mehr lange. Wobei ich ja immer wieder an Ihre Hündin denke … möchten Sie verraten, zu welcher Gattung sie gehört? Manche Hunde mögen Wärme. Sie wissen, worauf ich anspiele. 😉
Was mich wundert ist, dass man zusätzliche Kapazitäten geschaffen hat.
Leider hat Isral ja einen schlechten Stand in der Welt. Insbesondere die Geschehnisse in Folge des 7. Oktobers haben schwer zugesetzt. Hält man diese Einflüsse nicht für so nachhaltig? Vielleicht rechnet man mit einer nicht nur ausgleichenden Wirkung von Israelfreunden die durch öftere oder längere Reisen verstärkt Solidarität an den Tag legen. Wahrscheinlicher ist wohl, dass man den bereits gestiegenen Inlandstourismus berücksichtigt.
Es herrschte ja, wie in der Zeit der Corona-Pandemie, eine extreme Überdeckung im Tourismussektor. Viele Israelis haben sich beruflich umorientiert/umorientieren müssen und für Palästinenser, ohne israelischen Pass, wird es wohl erstmal weiterhin schwierig bleiben an eine Arbeitserlaubnis zu kommen. Mit neuen Hotelzimmern allein ist es demzufolge nicht getan. Sicherlich wird das im Ausland angeworbene Personal wiederhergestellte und/oder neue Stellen besetzen. Für Menschen aus ärmeren Ländern bietet das Chancen mit in Israel im Allgemeinen sicherlich besseren Arbeitsbedingungen als z. B. in Katar.
Sehr dankbar kann man dafür sein, dass es gute Möglichkeiten dazu gibt, soziales Engagement und Freizeit bei den Aufenthalten in einem ausgewogenen Verhältnis zu verbinden, sowie dabei noch neue Leute kennen zu lernen – bezogen auf Mitreisende, mitunter auch auf Einheimische und/oder andere. Dort trifft sich ja die Welt – aus eigener Erfahrung nicht nur in Jerusalem.
Es verbindet selbst Menschen, die unabhängig voneinander gereist sind und bei denen sich irgendwann später herausstellt, dass der/die Andere auch schon mal dort und dort war. (Wobei dies[es Phänomen] freilich nicht nur auf Israel bezogen gilt.)
Wenn ’s zeitlich wieder besser möglich ist, möchte ich mich auch wieder aufmachen. Vielleicht trifft man sich ja mal. 😉
Schalom
Ich war letzten Oktober mit der ICEJ beim Laubhüttenfest in Jerusalem. Das war meine 8. Israelreise insgesamt. Eine unglaubliche Erfahrung, wildfremde Leute auf der Straße haben sich bedankt, dass wir da sind. Allein die ICEJ-Veranstaltungen waren schon die Reise wert. Höhepunkt war – neben dem Jerusalem-Marsch – die Freilassung der letzten lebenden Geiseln am Tag unseres Rückflugs. Die Stimmung im El-Al-Flieger, unbeschreiblich.
Mein einziger fester Vorsatz für 2026 ist jedenfalls: Dieses Jahr in Jerusalem!