Israels Wirtschaft leidet unter Krieg

JERUSALEM (inn) – Aufgrund des Krieges im Libanon müssen die anderen Ministerien in Israel das Verteidigungsministerium finanziell unterstützen. Finanzminister Avraham Hirschson betonte jedoch, dass der Haushaltsplan für 2006 eingehalten werde.

Hirschson schätzt die bisherigen finanziellen Schäden durch den Krieg auf umgerechnet 1,2 Milliarden Euro. Etwa 400 Millionen Euro sollen daher zusätzlich in den Verteidigungshaushalt fließen, kündigte er am Mittwoch an.

“In diesem Moment, auf dem Höhepunkt der Kämpfe, müssen alle Ministerien eine nationale Verantwortung zeigen und die Finanzierung der Kampfhandlungen mittragen”, so der Minister. “Kämpfen wird nicht von irgendwo bezahlt.” Die veränderten Prioritäten in der Politik brächten Änderungen im Budget mit sich.

214 Millionen Euro sollen von anderen Ministerien kommen. Darunter sind die Ministerien für Gesundheit, Erziehung und Wohlfahrt. Die Hälfte der Ministeriumsbeiträge stammten jedoch vom Verteidigungsministerium selbst. Etwa 180 Millionen Euro sollen von verschiedenen geplanten Projekten genommen werden. Hirschson wird die Pläne am Sonntag dem Kabinett vorstellen.

Hirschson erklärte, der für 2006 geplante Haushalt werde jedoch voraussichtlich nicht überschritten. Auch an Steuererhöhungen wegen des Krieges denke im Finanzministerium niemand, betonte Hirschson.

Tourismus leidet unter dem Krieg

Die typischen Urlaubsorte im Norden Israels wie etwa Tiberias am See Genezareth sind leer. An Stränden und im Wasser finden sich kaum Menschen. In Tiberias und Umgebung arbeiten normalerweise rund 10.000 Menschen im Hotelgewerbe.

Bevor der Krieg im Libanon begann, erwartete man, dass 2006 ein wichtiges Jahr für den Tourismus werden würde. Das Tourismusministerium ging von drei Millionen Gästen aus; diese hätten dem Land rund 3,5 Milliarden Dollar einbringen können.

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