Israelischer Vorsitzender für Mittelmeer-Studentenvereinigung

VALETTA (inn) – Der Israeli Sagiv Asulin ist neuer Vorsitzender der internationalen Studentenvereinigung im Mittelmeerraum. Das beschlossen Vertreter der 14 Mitgliedsstaaten am Samstag auf Malta.

Asulin war bisher Leiter der israelischen Studentenvereinigung. Mit seinem neuen Amt als Vorsitzender des Koordinationsausschusses leitet er de facto die internationale Vereinigung. Wie die Tageszeitung “Jediot Aharonot” berichtet, findet der nächste Kongress im September 2005 demzufolge in Israel statt.

Bereits zum zweiten Mal wurde die Konferenz von Syrien boykottiert. Der arabische Staat protestierte damit gegen die israelische Teilnahme. Die Palästinensische Autonomiebehörde war hingegen vertreten.

Asulin, dessen Eltern aus Marokko stammen, sagte nach seiner Wahl: “Es handelt sich um ein Fenster von Gelegenheiten, das für Israel auf internationaler Ebene geöffnet wurde. Zwar hat Syrien den Kongress zum zweiten Mal boykottiert, aber wir haben gute Beziehungen zu Studenten aus dem Libanon, Algerien, Tunesien und der Türkei entwickelt. Das ist eine spannende Situation, nachdem enge Zusammenarbeiten entstanden sind. Wenn die Studenten, die aus den feindlich gesinnten Staaten zur Konferenz gekommen sind, die zukünftige Generation der arabischen Führung repräsentieren, dann haben wir Hoffnung für die Zukunft.”

Nach seiner Rückkehr nach Israel werde er mit Außenminister Silvan Schalom sprechen, um die nötigen Absprachen für den Kongress im kommenden Jahr zu treffen, so Asulin. “Wir hoffen, dass wir möglichst viele Staaten nach Israel bringen können. Die Vertreter von Tunesien und Algerien haben bereits ihre Bereitschaft bekundet, zu kommen.”

Die internationale Studentenvereinigung für den Mittelmeerraum besteht seit anderthalb Jahren. Von den 23 möglichen Kandidaten sind derzeit 14 Staaten Mitglieder. Dazu gehören auch Frankreich, Griechenland, Libyen, Ägypten und Malta. Themen sind beispielsweise die Umwelt, regionale Zusammenarbeit, Studentenvertretungen oder auch der Friedensprozess im Nahen Osten.

Schreiben Sie einen Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Bitte beachten Sie unsere Kommentar-Richtlinien

Offline, Inhalt evtl. nicht aktuell

Israelnetz-App installieren
und nichts mehr verpassen

So geht's:

1.  Auf „Teilen“ tippen
2. „Zum Home-Bildschirm“ wählen