Ja´alon erinnerte bei der Gedenkfeier in Jerusalem daran, dass die damalige Sowjetunion den jüdischen Staat bei der Abstimmung am 29. November 1947 unterstützt habe. Dabei ging es um die Teilung des Mandatsgebietes „Palästina“ in einen jüdischen und einen arabischen Staat. „Russland kann den Palästinensern die Botschaft übermitteln, dass dies auch jetzt noch stimmt. Nur mit einem solchen Verständnis können wir zu dem Frieden schreiten, den Israel erstrebt.“
Der Minister für strategische Angelegenheiten ging auch auf den weltweiten Terror ein. Er erwähnte einen Verantwortlichen der „Mavi Marmara“, der nach seinen Angaben Verbindungen zu einer Terrorgruppe hatte, die gegen Russland agiere. „Die extremen islamischen Organisationen wollen bewirken, dass der Islam die Welt beherrscht.“
Der Iran führe eine Terrorkampagne im Nahen Osten, fügte Ja´alon laut einem Bericht der Zeitung „Jediot Aharonot“ hinzu. „Wir müssen zusammenarbeiten, um die iranische Atomisierung aufzuhalten. Wir danken den Russen dafür, dass sie ein Raketengeschäft mit dem Iran annulliert haben, aber das reicht möglicherweise nicht aus. Man muss weitere Schritte unternehmen.“ Der israelische Minister warnte auch vor Waffengeschäften mit Syrien, das die Hisbollah-Miliz im Libanon unterstütze.
Außenminister Avigdor Lieberman wies darauf hin, dass infolge der neuen Beziehungen mehr als eine Million Einwanderer aus der ehemaligen Sowjetunion nach Israel gelangt seien.