Israelischer Kommandeur wegen fahrlässiger Tötung verurteilt

JERUSALEM (inn) – Ein israelisches Militärgericht hat am Montag einen Kommandeur der israelischen Armee zu einer Haftstrafe verurteilt. Der Israeli wurde für schuldig befunden, durch Fahrlässigkeit den Tod eines palästinensischen Jugendlichen herbeigeführt zu haben.

Der Armeeangehörige, Zvi Koratski, wurde zu einer Haftstrafe von einem Jahr verurteilt, davon zu sechs Monaten auf Bewährung. Zudem wurde sein Dienstgrad herabgestuft.

Koratski war stellvertretender Kommandeur einer Artillerie-Einheit, die am 5. Oktober 2002 in der palästinensischen Ortschaft Naslat Seid südwestlich der Autonomiestadt Jenin im Einsatz war. Die Soldaten hatten eine Ausgangssperre verhängt und mehrere Warnschüsse abgegeben, um diese durchzusetzen.

Ein von Koratski abgefeuertes Geschoss traf dabei den 16-jährigen Mohammed Ali Seid, der mit einem weiteren Palästinenser vor seinem Haus stand. Der Jugendliche erlag wenig später seinen schweren Verletzungen.

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