Israelische Schüler schneiden bei PISA-Studie schlecht ab

TEL AVIV (inn) – Israelische Schüler landen nach der internationalen PISA-Studie im unteren Drittel der Bewertung. Innerhalb der untersuchten 41 Länder schneiden israelische Schüler besonders bei der Lesefähigkeit, Mathematik und den Naturwissenschaften schlecht ab. Die israelische Ausgabe der Studie war am Dienstag von zwei Professoren der Bar-Ilan-Universität in Tel Aviv veröffentlicht worden.

Wie die Tageszeitung „Ha’aretz“ berichtet, schneidet ein Drittel der 15jährigen Schüler besonders beim Lesen schlecht ab. Während finnische Schüler mit 546 Bewertungspunkten an der Spitze der Lesefähigkeit stehen, rangieren die israelischen Schüler hier mit 453 Punkten im unteren Drittel der untersuchten Länder. Sie belegen in dieser Kategorie den 30. Platz. Damit liegen sie international gesehen noch hinter Deutschland. Zum Vergleich: Bei der PISA-Studie 2000 hatte Deutschland im Lesetest den 21. Rang belegt.

Zur weiteren Differenzierung unter den 15jährigen Schülern weltweit wurde die Lesefähigkeit in eine Werteskala zwischen eins und fünf unterteilt. Dabei war eins der Wert für die schlechteste, fünf der Wert für die beste Lesefähigkeit. Nur vier Prozent der israelischen Schüler hatten demnach den Wert fünf. Ein Drittel der Schüler belegte den niedrigsten Rang oder wies noch schlechtere Ergebnisse auf. Im Vergleich dazu belegten bei den finnischen Schülern 20 Prozent den fünften und höchsten Rang.

Ebenso zeigten sich Schwächen im Fach Mathematik und in den Naturwissenschaften. In den beiden Kategorien kamen die israelischen Schüler auf 433 beziehungsweise 434 Bewertungspunkte und belegten damit jeweils nur den 33. Platz.

Als Reaktion auf diese Ergebnisse hat das israelische Erziehungsministerium einen Expertenausschuß ins Leben gerufen, der die Gründe für das schlechte Abschneiden untersuchen soll.

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