Israelische Firma schafft Arbeitsplätze in Thüringen

HILDBURGHAUSEN (inn) – Der israelische Automobilzulieferer „Arkal Automotive“ hat in Südthüringen seine erste deutsche Produktionsstätte eröffnet. Das Unternehmen investiert zunächst insgesamt rund zwei Millionen Euro in den neuen Standort und schafft 60 Arbeitsplätze.
Das israelische Unternehmen Arkal Automative fertigt Teile für den neuen Opel Adam.

Foto: Opel

Das israelische Unternehmen Arkal Automative fertigt Teile für den neuen Opel Adam.

„Thüringen ist hoch attraktiv für internationale Investoren“, kommentierte der thüringische Wirtschaftsminister Matthias Machnig die Neuansiedlung laut einer Mitteilung seines Ministeriums. Gerade im Automobilbereich habe sich der Freistaat zu einem gefragten Standort entwickelt. „Die Branche ist einer der größten Wachstumstreiber der Thüringer Wirtschaft.“ Das neue Werk befindet sich in Crock im Landkreis Hildburghausen.
Die weltweit agierende Arkal Automotive GmbH ist auf die Herstellung von technischen Kunststoffteilen, wie zum Beispiel Radkästen, Wasserkastenabdeckungen oder Batterieträger, spezialisiert. Ausschlaggebend für den Schritt nach Deutschland war ein Zulieferauftrag eines hier ansässigen Automobilherstellers. „Die zentrale Lage in der Mitte Deutschlands, die gute Infrastruktur und die Verfügbarkeit von qualifizierten und motivierten Mitarbeitern haben uns dann vom Standort Thüringen überzeugt“, zitiert das Wirtschaftsministerium den Geschäftsführer der Muttergesellschaft „Arkal Plastic Products“, Ram Drori.
Der Israeli, der auch Geschäftsführer der neugegründeten Arkal Automotive GmbH in Crock ist, setzt nach eigenen Angaben auf langfristiges Wachstum: „Deutschland ist die Wiege des Automobilbaus und nach wie vor Innovationsmotor der Branche, die sich gerade im Wandel befindet. Umso wichtiger ist es für uns, dass wir mit unserem Know-how im Kunststoffbau jetzt direkt vor Ort präsent sind.“ In Crock hat sein Unternehmen eine Produktionshalle der ESE Industrie GmbH übernommen. An diesem Standort wird Arkal unter anderem Bauteile für den Opel Astra und den neuen Opel-Kleinwagen Adam produzieren. Darüber hinaus sollen künftig auch Teile für Audi, Mercedes-Benz und Volkswagen gefertigt werden.
Die Ansiedlung von Arkal Automotive im Freistaat wurde durch das Wirtschaftsministerium und die Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen (LEG) begleitet und unterstützt. Drori sagte: „Mein besonderer Dank gilt unseren Ansprechpartnern bei der Landesentwicklungsgesellschaft, die sich sehr um uns bemüht haben.“ Den Weg nach Thüringen hatte die Unternehmensberatung ISUCON geebnet. Das Unternehmen aus Leipzig engagiert sich seit vielen Jahren für den Wirtschaftsaustausch zwischen thüringischen und israelischen Mittelstandsunternehmen und war bereits bei der Ansiedlung einer anderen israelischen Firma im Freistaat federführend.
Arkal Automotive Israel wurde 1997 gegründet. Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz im „Kidmat Galil Industries Park“ nahe der Stadt Tiberias am See Genezareth. Es beschäftigt heute weltweit 230 Mitarbeiter und produziert außer in Deutschland auch in Polen, Frankreich, Spanien, Kanada, den USA und China. Insgesamt erwirtschaftet die Gruppe einen Jahresumsatz von knapp 60 Millionen Euro. Das Unternehmen bietet ganzheitliche Lösungen für die Automobilindustrie von der Entwicklung bis zur Produktion intelligenter Automobilkunststoffteile. Die Entwicklungsabteilung von Arkal umfasst 45 Ingenieure. Wichtige Kunden sind globale Automobilhersteller und Zulieferer wie General Motors, Opel, Volkswagen, Daimler, Ford, Fiat, Nissan, Brose und Pelzer.

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