Israelin muss wegen Hisbollah-Kontakten in Haft

HAIFA (inn) - Das Bezirksgericht Haifa hat eine israelische Araberin wegen Beziehungen zur Hisbollah zu drei Jahren Gefängnis verurteilt. Die junge Frau war während ihres Studiums in der jordanischen Hauptstadt Amman mit einer Agentin der Terrorvereinigung in Kontakt gekommen.

Bei der Verurteilten handelt es sich um Manar Dschabarin aus der arabischen Stadt Umm el-Fahm. Neben der Haftstrafe erhielt sie zwei weitere Jahre Bewährung.

Als Dschabarin 2003 in Amman Zahnmedizin studierte, lernte sie laut der Anklageschrift eine junge Frau namens Dschada Abdul-Quds Mustafa kennen. Diese stellte sich als Agentin der Hisbollah („Partei Allahs“) vor, die für die Anwerbung israelischer Araber zuständig sei. Sie versuchte, Dschabarin und andere Israelinnen für die Unterstützung bei Selbstmordanschlägen in Israel zu gewinnen.

Die Angeklagte lehnte einen Beitritt zur Hisbollah zunächst ab. Doch bei ihrer Rückkehr nach Israel nahm sie einen USB-Stick mit, den sie an einen Agenten der Miliz übergeben sollte. Im Juli 2004 kam Dschabarin wieder nach Jordanien und traf Mustafa. Diesmal zeigte sie Interesse daran, sich der Hisbollah anzuschließen. Deshalb machte sie drei Monate später eine weitere Reise in das arabische Land, um nähere Informationen über die Rekrutierung zu erhalten.

Zwischen den Jahren 2005 und 2007 blieben Dschabarin und Mustafa telefonisch miteinander in Verbindung. Allerdings wurde die Israelin kein Mitglied der Hisbollah und gab auch den USB-Stick nicht weiter. Ihr werden der Kontakt zu einem ausländischen Agenten und Dienstleistungen für eine nicht genehmigte Organisation zur Last gelegt. Das berichtet die Tageszeitung „Ha´aretz“.

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