Israeli erwägt Klage wegen Alkohol in Cola

AFULA (inn) - Ein israelischer Muslim aus der Jesreel-Ebene will gegen die Firma Coca-Cola klagen, falls das gleichnamige Getränk tatsächlich Alkohol enthält. Am Dienstag hatte ein US-Radiosender behauptet, er habe das wohlgehütete Geheimrezept von Coca-Cola entdeckt - und in dem Erfrischungsgetränk sei unter anderem Alkohol enthalten.

"Wenn das stimmt, ist es ein Skandal", sagte der Muslim Muhammad Mafra gegenüber der Tageszeitung "Ma´ariv". "Sie haben uns all die Jahre getäuscht und mich veranlasst, eine schwere Sünde zu begehen." Der 67-jährige Israeli lebt in der Ortschaft Solam bei Afula. Er und seine Angehörigen sind Cola-Fans: "Es vergeht kein Tag, an dem bei uns in der Familie keine Coca-Cola auf dem Tisch steht, wir alle trinken sie gerne. Und jetzt stellt sich heraus, dass wir alle gesündigt haben."

Infolge der Veröffentlichung beauftragte Mafra einen Rechtsanwalt. Dieser schrieb an den Hersteller: "Mein Mandant ist ein strenger Muslim und wird auch die Pilgerfahrt nach Mekka unternehmen. Er trinkt jeden Tag Cola. Aus verschiedenen Veröffentlichungen hat er nun erfahren, dass in den Coca-Cola-Flaschen Alkohol enthalten ist." Weiter heißt es in dem Schreiben: "Wenn es tatsächlich so ist, dann ist meinem Mandanten ein schwerer Schaden und eine tiefe Verletzung seiner religiösen Gefühle entstanden." Der Muslim werde aufhören, Cola zu trinken, bis er eine Antwort erhalte. Wenn die Firma nicht unverzüglich versichere, dass die Flaschen keinen Alkohol enthielten, müsse sie mit einer Klage rechnen.

Der Hersteller teilte unterdessen mit: "Die Inhaltsstoffe von Coca-Cola sind, wie bei den anderen Getränken der Firma, unter den Produkthinweisen aufgeführt. Im Laufe vieler Jahre haben verschiedene Vertreter versucht, die Geheimformel von Coca-Cola zu knacken, aber ohne Erfolg. Die genaue Formel von Coca-Cola ist ein kommerzielles Geheimnis der Firma. Die Limonaden der Firma Coca-Cola sind alkoholfreie Getränke."

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