Israel will Häftlinge freilassen

JERUSALEM (inn) - Das israelische Kabinett hat am Sonntag die Freilassung von fünf palästinensischen Häftlingen in naher Zukunft beschlossen. Damit erfüllt Israel den letzten Punkt des Abkommens über den Austausch mit der Hisbollah.

In der unter deutscher Vermittlung zustande gekommenen Vereinbarung hatte sich Israel dazu bereit erklärt, eine noch zu bestimmende Zahl palästinensischer Häftlinge freizulassen. Im Gegenzug legte die schiitische Hisbollah Informationen über den seit fast 22 Jahren im Libanon verschleppten Flugnavigator Ron Arad vor. Israel nannte den Bericht jedoch enttäuschend, da er keine neuen Informationen enthalte. Daher habe das Kabinett auch nur einer geringen Anzahl an Freilassungen zugestimmt, meldet die Tageszeitung „Ha‘ aretz“. Die Palästinenser waren in Israel inhaftiert, weil sie Steine geworfen hatten, heißt es weiter. Alle seien zwischen 15 und 16 Jahren alt.

Der eigentliche Austausch hatte am 16. Juli stattgefunden. Die Miliz hatte an Israel die Leichen der von ihr entführten Soldaten Eldad Regev und Ehud Goldwasser übergeben. Im Gegenzug hatte Israel die Leichen von fast 200 arabischen Kämpfern übergeben und fünf Gefangene freigelassen, darunter auch den wegen Mordes verurteilten Top-Terroristen Samir Kuntar.

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