Israel verteidigt Militäraktionen: „Tickende Zeitbomben müssen entschärft werden“

JERUSALEM (inn) – Die israelische Regierung hat die Militäraktionen in den Palästinensersiedlungen bei Shechem (Nablus) und Jenin gegen internationale Kritik verteidigt.

Israels Premierminister Ariel Sharon sagte am Freitag in Jerusalem, Israel verfolge mit den Aktionen das Ziel terroristische Zellen auszuheben und weitere Anschläge zu verhindern. Solange Terroranschläge ausgeführt werden, müsse Israel alle notwendigen Schritte für die Sicherheit seiner Bürger ausüben, so Sharon.

Außenminister Shimon Peres sagte, Israel habe zahlreiche Warnungen erhalten, daß palästinensische Terroristen weitere Anschläge in Israel planten. Die israelische Armee versuche daher „tickende Zeitbomben“ zu entschärfen.

Auch der israelische Verteidigungsminister Benjamin Ben-Eliezer verteidigte die Aktionen. Vor Abgeordneten der Arbeitspartei (Avoda) sagte Ben-Eliezer, Balata sei „ein Ort der Waffen und Bombenfabriken und Terrorzellen“. Die Armee sei daher zum Handeln gezwungen gewesen.

Zuvor hatte der Generalsekretär der Vereinten Nationen (UN), Kofi Annan, Israel aufgefordert, die Soldaten aus den „Flüchtlingslagern“ abzuziehen. Annan hatte sich besorgt über „Berichte von zahlreichen palästinensischen Todesopfern“ geäußert.

Die Vereinigten Staaten hatte Israel ebenfalls gemahnt, sich aus den Palästinensersiedlungen zurückzuziehen. Dennoch seien alle Maßnahmen für eine Eindämmung des Terrors wichtig, sagte der Sprecher des US-Außenministeriums Richard Boucher in Washington.

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