Israel verhaftet Palästinenser in Autonomiegebiet

RAMALLAH (inn) - Der israelische Geheimdienst hat gemeinschaftlich mit der Armee 17 Palästinenser im Flüchtlingslager "El-Amari" bei Ramallah verhaftet. Das wurde am Montag von den israelischen Militärbehörden bekannt gegeben. Unter den Festgenommenen befänden sich ein Offizier des palästinensischen Sicherheitsdienstes sowie Mitarbeiter des palästinensischen "Roten Halbmonds".

Nach israelischen Angaben hätten die Mitglieder dieser Gruppe Terroranschläge auf israelische Militärpatrouillen verübt. Im Januar sei dabei ein Militärfahrzeug durch Schüsse beschädigt worden. Der palästinensische Offizier habe den Mitarbeitern des "Roten Halbmonds" Gewehre vom Typ Kalaschnikow besorgt und sie hätten die Anschläge durchgeführt. Nach israelischen Angaben hätten sie die Waffen in einem verlassenen Haus versteckt und weitere Attacken geplant. Das habe ihr Verhör ergeben. Der israelische Rundfunk berichtete, dass einer der verhafteten Mitarbeiter des "Roten Halbmonds" der Torhüter der palästinensischen Fußball-Nationalmannschaft sei.

Das "El-Amari"-Flüchtlingslager befindet sich unter voller palästinensischer Kontrolle. Allerdings gibt es stille Absprachen zwischen den palästinensischen Sicherheitskräften und der israelischen Armee, wenn israelische Streitkräfte in palästinensisches Gebiet eindringen wollen, um Verdächtige zu verhaften. In mehreren Fällen haben die Israelis Hinweise zu den Verdächtigen von der palästinensischen Polizei erhalten.

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