Israel setzt Luftangriffe fort

GAZA (inn) - Bei israelischen Luftangriffen sind im Gazastreifen mehrere Palästinenser getötet worden. Darunter sind auch Kinder.

In Chan Junis traf eine Rakete ein Fahrzeug einer Stromgesellschaft. Zwei Arbeiter starben nach palästinensischen Angaben. Aus der Armee hieß es, in dem Wagen seien Terroristen unterwegs gewesen. Dies berichtet die Tageszeitung „Ha´aretz“.

Zwei weitere Palästinenser kamen bei einem Angriff auf einen Lastwagen in Gaza ums Leben, der nach Aussage von Augenzeugen Dosen mit Getränken transportierte. Die Toten hätten Uniformen im militärischen Stil getragen. Nach israelischer Darstellung war der Transporter mit Raketen beladen, die abschussbereit gewesen seien.

Angriff auf Straßensperre bei Hanijes Haus

Zudem griff die Luftwaffe eine Straßensperre der Polizei in der Nähe des Wohnhauses des abgesetzten palästinensischen Premiers Hanije an. Ein Mensch kam zu Tode, vier weitere wurden verwundet. Der Vorfall ereignete sich etwa 150 Meter von Hanijes Haus entfernt. Der Hamas-Führer hält sich seit mehreren Wochen versteckt, weil er einen gezielten israelischen Angriff befürchtet. Offenbar befand er sich nicht in der Gegend.

Bei einem Angriff in Dschabalija starben vier Kinder unter 16 Jahren, die nach palästinensischen Angaben Fußball spielten. Ein Zwölfjähriger erlag außerdem im Krankenhaus seinen Verletzungen. Die Armee kommentierte die Berichte zunächst nicht.

Durch weitere Luftangriffe wurden zwei Hamas-Mitglieder und ein anderer Palästinenser getötet.

Beschuss israelischer Ziele dauert an

Unterdessen feuerten Palästinenser am Donnerstag elf Grad-Raketen auf israelische Ziele ab. Mehrere Geschosse flogen über 15 Kilometer und landeten in der Küstenstadt Aschkelon nördlich des Gazastreifens. Eine 17-Jährige wurde verletzt, weitere Menschen erlitten einen Schock. Außerdem landeten rund 30 Kassam-Raketen in Israel. Infolge der Angriffswelle forderten israelische Abgeordnete eine Bodenoffensive im Gazastreifen.

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