Am Sonntag brach eine Gruppe von israelischen Rettungs- und Hilfskräften zu den Philippinen auf. Darunter waren Mitarbeiter des Heimatschutzkommandos der Armee und des Außenministeriums. Sie machten sich ein Bild von der Lage vor Ort, um entsprechende weitere Hilfe aus Israel zu ordern. Die israelische Hilfsorganisation „IsraAID“ hat ebenfalls Mediziner entsendet. Auch sie wollen die Lage vor Ort prüfen und dann gezielt weitere Hilfe anfordern. Das Team soll vor allem in der Stadt Tacloban arbeiten, wo der Taifun die größte Verwüstung angerichtet hat.
Israels Premierminister Benjamin Netanjahu kondolierte dem philippinischen Präsidenten Benigno Aquino III. in einem Brief. Darin heißt es laut der Tageszeitung „Jerusalem Post“: „Unsere Gedanken und Gebete sind nach dieser schweren Zeit bei Ihnen und dem philippinischen Volk. Ich hoffe, dass Israels Unterstützung das Leid derjenigen lindern kann, die von dieser schrecklichen Katastrophe betroffen sind.“
Neben Israel haben unter anderem Deutschland, die USA, Belgien, Ungarn, Japan, Malaysia, Russland und die Türkei Rettungsteams entsendet. Papst Franziskus spendete 150.000 Dollar. Auch Australien, die EU, die Vereinigten Arabischen Emirate und China haben Finanzhilfen angekündigt. Die Vereinten Nationen arbeiten an einem Maßnahmenkatalog für die betroffenen Gebiete.
„Haiyan“ hatte am Freitag zentrale Inseln der Philippinen verwüstet. Der Umfang der Katastrophe ist noch nicht absehbar. Die Behörden gehen von mindestens 10.000 Toten aus. Hunderttausende Menschen haben ihr Obdach verloren.