Israel rückt erstmals in Gaza-Stadt ein – Angriffe auf weitere PA-Städte

GAZA (inn) – Zum ersten Mal seit Ausbruch der „Intifada“ ist die israelische Armee am Donnerstagmorgen mit Panzern in Gaza-Stadt eingerückt.

Kampfflugzeuge feuerten mehrere Raketen auf Gebäude der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) in Gaza als auch in Khan Yunis im Gazastreifen, berichtete der israelische Rundfunk. In Gaza beschoß die Armee den Sitz einer palästinensischen Fernsehstation und einen Sendemast.

Nach rund drei Stunden zog sich die Armee aus Gaza-Stadt zurück. Moslemische Geistliche riefen die Bevölkerung nach dem Einmarsch der Armee über Lautsprecher zum Widerstand auf.

Wenige Stunden später rückte die israelische Armee auch in die Autonomiestädte Ramallah, Jenin und Shechem (Nablus) vor. In Ramallah zerstörten Kampfhubschrauber ein Gebäude, in der PLO-Chef Yasser Arafat zuvor Gäste empfangen und untergebracht hatte. Die Empfangshalle befand sich nur rund 150 Meter von Arafats Hauptquartier in Ramallah entfernt.

Am Donnerstagmorgen um 10:45 Uhr Ortszeit flogen israelische Kampfhubschrauber eine zweite Angriffswelle auf Ramallah und beschossen ein Gebäude von Arafats Leibgarde Force 17 im Stadtteil El Bireh sowie Polizeieinrichtungen in Ramallah. Nach den Angriffen stürzte die Stromversorgung in einigen Gebieten der Stadt zusammen.

Palästinensischen Angaben zufolge kamen bei den militärischen Vergeltungsaktionen mindestens fünf Palästinenser ums Leben, 33 wurden verletzt.

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