Israel riegelt während Jom Kippur Palästinensergebiete ab

GAZA (inn) - Israel hat anlässlich des bevorstehenden Jom Kippur-Festtages den Gazastreifen und das Westjordanland vollständig abgeriegelt. Palästinensische Terror-Organisationen hatten angekündigt, weiter Raketen auf Israel abfeuern zu wollen.

Seit Donnerstag Mitternacht (israelischer Zeit) hat die israelische Armee die beiden Palästinensergebiete abgeriegelt. Lediglich humanitäre Hilfe aus Israel könne die Grenze weiter passieren, teilte die Truppe laut einem Bericht der Tageszeitung „Jediot Aharonot“ mit. Die Sperre soll bis zum Ende des Versöhnungstages Jom Kippur am Samstag andauern.

Mitarbeiter internationaler Organisationen, Rechtsanwälte, Ärzte und Geistliche dürfen die Grenzen weiterhin überqueren, so die Armee. Eine ähnliche Sperre verhängten die Sicherheitsdienste während des jüdischen Neujahrfestes vor einer Woche.

Armee geht gegen Terroristen vor

Israelische Soldaten führten am Donnerstag ihre Militäraktionen in den Palästinensergebieten fort. Im Flüchtlingslager Beit Ein Ilma nahe Nablus nahmen sie einen Mann fest, der in den kommenden Tagen ein Selbstmordattentat in Israel verüben wollte, sowie zwei seiner Komplizen.

Israel hatte den Gazastreifen am Mittwoch zu „feindlichem Gebiet“ erklärt und angekündigt, die Energieversorgung zu kappen. Die palästinensische Terror-Organisation „Islamischer Dschihad“ erklärte am Donnerstag, dass sie trotzdem weiter Raketen auf Israel abfeuern werde. Die südisraelische Stadt Sderot etwa ist seit sieben Jahren Ziel von palästinensischen Raketen. Viele davon stammen vom „Islamischen Dschihad“.

Die radikal-islamische Hamas, die im Juni die Kontrolle über den Gazastreifen an sich gerissen hatte, rief dazu auf, keine Raketen auf Übergänge zwischen Israel und dem Gazastreifen abzufeuern. Dadurch solle verhindert werden, dass der Güteraustausch während des muslimischen Fastenmonats Ramadan erliegt. Auch Hamas-Mitglieder feuern regelmäßig Mörsergranaten auf Israel ab.

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