JAFFA (inn) – Bei einer Razzia der israelischen Polizei unter Palästinensern ohne Arbeitserlaubnis ist am Mittwoch ein Araber getötet worden. Der Vorfall ereignete sich auf dem Flohmarkt von Jaffa.
Nach Angaben der Polizei hatte der Palästinenser nach dem Gewehr eines der Beamten gegriffen. Um die Waffe entbrannte ein Streit. Dabei habe sich ein Schuss gelöst und den Palästinenser tödlich getroffen.
Zeugen sagten hingegen, sie hätten den Ruf „Halt, oder ich schieße“ aus dem Mund eines Polizisten gehört. Der Schuss sei nicht versehentlich, sondern absichtlich abgeben worden.
Die Polizei kündigte eine Untersuchung des Zwischenfalles an. Das berichtet die Tageszeitung „Ha´aretz“.
Der israelisch-arabische Abgeordnete Taleb el-Sana warf der Polizei vor, sie habe den Finger zu leicht auf dem Abzug. „Es scheint so, als habe die Polizei keine Lektion aus den Ereignissen vom Oktober 2000 gelernt.“ Damit bezog sich der Knesset-Vertreter auf den Tod von 13 unbewaffneten israelischen Arabern bei Zusammenstößen im Norden des Landes, nachdem die so genannte „Al-Aksa-Intifada“ ausgebrochen war.
Palästinenser: Fischer durch Marine getötet
Laut palästinensischen Angaben wurde am Montag an der Küste des Gazastreifens ein Fischer durch ein israelisches Marineschiff getötet. Bei dem Mann handelt es sich um Hani a-Nadschar. Der Vorfall habe sich bei Chan Junis ereignet. Ein Armeesprecher teilte mit, die Umstände seien unklar. Generell gäben Marineschiffe Warnschüsse ab, wenn sich Fischerboote außerhalb der Fischfanggebiete aufhielten.