Israel ist “zweites Silicon Valley” – Nach USA führend an der NASDAQ

NEW YORK (inn) – Die Anzahl der israelischen Firmen, die an der amerikanischen elektronischen Börse NASDAQ gehandelt werden, liegt nun bei 75. Damit ist Israel das Land außerhalb der USA, das mit den meisten Firmen am amerikanischen Markt vertreten ist.

Vertreter der Tel Aviver Börse (“Tel Aviv Stock Exchange”, TASE) hatten am Donnerstag zu einer Konferenz mit Vertretern der NASDAQ in New York eingeladen. Ihr Ziel ist es, die israelische Präsenz an der Wall Street und an anderen Finanzmärkten der USA sowie die Direktinvestitionen in Israel zu verstärken. Die Anleger sollen von den Vorteilen der Investitionen in israelische Firmen überzeugt werden.

Die Konferenz war bereits vor neun Monaten geplant worden, also lange vor dem 33 Tage währenden Libanon-Krieg. Die Vorsitzende des TASE, Ester Levanon, eröffnete die Konferenz, an der amerikanische Investoren sowie Top-Manager der israelischen Wirtschaft teilnahmen. Sie hob die Vorteile der israelischen Wirtschaft hervor.

Der Chef der Israelischen Bank, Stanley Fischer, sprach ebenfalls über die israelische Wirtschaft und die Auswirkungen des Krieges. Als der Krieg begann, entschied Fischer, dass der Handel an der Börse fortgesetzt wird. Nach einer kurzen Phase des Verlustes stabilisierte sich der Markt bald wieder.

Die NASDAQ ist die erste und größte elektronische Börse in den USA. Dort werden die Aktien von ungefähr 3.200 Firmen gehandelt. Nach den USA ist Israel am meisten vertreten. Danach kommt Kanada mit knapp über 60 Firmen. Deutschland ist mit lediglich zwei Firmen vertreten.

Im Jahr 2003 machten 55 Prozent der israelischen Exporte Produkte aus dem Bereich High Tech aus. Technik-Giganten wie IBM, Motorola, Intel oder Cisco haben Forschungszentren in Israel aufgebaut. Nach einem Bericht des “Economist” kommen in Israel auf 10.000 Angestellte 135 Ingenieure. In den USA sind es nur 70, und in Japan 65.

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