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Israel gedenkt seiner gefallenen Soldaten

JERUSALEM (inn) – Israels Premierminister Ariel Scharon will sich weiter um eine Lösung des israelisch-palästinensischen Konfliktes bemühen. Das sagte der Regierungschef am Montag anlässlich des Gedenktages für die gefallenen Soldaten (Jom HaSikaron).

„Obwohl sich unsere Feinde dem Weg zum Frieden widersetzen, werden wir Schritte unternehmen, die die Tür zum Frieden öffnen könnten“, so Scharon bei der militärischen Zeremonie auf dem Herzl-Berg in Jerusalem. Er selbst werde alles tun, was in seiner Macht stehe, um dieses Ziel zu erreichen.

Der Gedenktag hatte am Sonntagabend um 20 Uhr mit einer einminütigen Sirene begonnen. Währenddessen stand das Leben in Israel still. Anschließend eröffnete Staatspräsident Mosche Katzav vor der Klagemauer die staatliche Gedenkzeremonie. „Wir hatten gehofft, dass wir der Liste der Gefallenen keine weiteren Namen hinzufügen müssten“, sagte der Präsident. „Aber zu unserem Bedauern war es noch ein Jahr von Schmerz und Blut in den Straßen, noch ein Jahr von Kummer und Trauer. In diesem Jahr ist das Bewusstsein in uns gewachsen, dass wir kämpfen, um die Leben von Bürgern in Israel zu schützen – und für die Sicherheit des Staates.“

Generalstabchef Mosche Ja´alon wies darauf hin, dass Israels „Krieg um seine Existenz noch nicht vorbei“ sei. „Mörderischer Terror, der gegen Männer, Frauen und Kinder gerichtet ist, hat noch nicht aufgehört. Wir werden weiter kämpfen, bis Friede und Ruhe in die israelischen Straßen zurückkehren.“

Am Montagvormittag um 11 Uhr ertönten zwei Minuten lang landesweit die Sirenen. Vom 29. November 1947 bis zum 4. April 2004 sind 20.196 Soldaten für Israel gefallen, seit 1860 waren es 21.782. Im vergangenen Jahr kamen 184 Mitglieder der Armee, der Polizei und anderer Organisationen im Dienst für den Staat Israel ums Leben.

Der Jom HaSikaron geht am Montagabend mit einer zentralen Zeremonie auf dem Herzl-Berg nahtlos in den 56. Unabhängigkeitstag des Staates Israel, den Jom Ha´Atzmaut, über. Nach dem jüdischen Kalender hätte der Gedenktag für die Soldaten bereits am Samstagabend beginnen müssen. Wegen Schabbat wurden Jom HaSikaron und Jom Ha´Atzmaut um je einen Tag verschoben.

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