Israel dankt den Boykott-Staaten

JERUSALEM (inn) - Israels Premierminister Benjamin Netanjahu hat einen Dankesbrief an die Staaten geschickt, welche die Anti-Rassismus-Konferenz in Genf boykottieren. Zudem lobte er die Länder, deren Vertreter aus Protest gegen die antiisraelischen Äußerungen des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad den Saal verlassen hatten.

Die Entscheidung zum Boykott der UN-Konferenz habe ein „Maß an Vernunft“ in eine Welt zurückgebracht, in der eine Anti-Rassismus-Konferenz einem Holocaust-Leugner eine Plattform biete. Dieser habe dazu noch offen erklärt, er wünsche, dass Israel von der Landkarte getilgt werde, schreibt Netanjahu laut der Zeitung „Jediot Aharonot“. Die Boykott-Staaten hätten einen „klaren und eindeutigen moralischen Standpunkt“ bezogen, während andere die „grundlegendsten menschlichen Werte“ unterminierten.

Netanjahu äußerte die Hoffnung, dass die Entscheidung einen „moralischen Wendepunkt“ in der Welt markieren werde. Neben Israel hatten sich die USA, Deutschland, Italien, die Niederlande, Polen, Kanada, Neuseeland und Australien dem Boykott angeschlossen.

Während der Rede protestierten unter anderem Österreich, Großbritannien, Dänemark, Ungarn, die baltischen Staaten, Spanien, Portugal und Frankreich. Die tschechische Republik, die derzeit den EU-Ratsvorsitz hat, schickte ihre Delegation anschließend nicht mehr zu der Konferenz zurück.

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