GAZA (inn) – Die israelische Luftwaffe hat in der Nacht zum Montag erneut das palästinensische Außenministerium in Gaza-Stadt bombardiert. Bei anderen Angriffen wurden am Sonntag im nördlichen Gazastreifen sechs Palästinenser getötet, darunter eine Zivilistin.
Das Ministerium war erst am Donnerstag Ziel der israelischen Luftwaffe gewesen. Bei dem Angriff am Montag wurden mindestens fünf Menschen verletzt, berichtet die „Jerusalem Post“.
Israelische Flugzeuge bombardierten außerdem Büros der Hamas-geführten Sicherheitseinrichtungen. Ziel waren auch Büros im Flüchtlingslager Dschabalija. Es gab dabei keine Verletzten.
Am frühen Sonntagmorgen griff die Armee ein Fahrzeug an, in dem Chaled Scha´alen saß, ein gesuchtes Mitglied der Terror-Gruppe „Islamischer Dschihad“. Scha´alen konnte fliehen, drei andere Personen wurden verletzt.
Bei einem Luft-Angriff auf Beit Hanun am Sonntag kamen drei bewaffnete Palästinenser ums Leben. Elf wurden verletzt, darunter ein Kind.
Eine Palästinenserin starb in der Nacht durch ein Schrapnell bei einem Feuergefecht nahe dem stillgelegten palästinensischen Flughafen im Gazastreifen.
Am Montagmorgen schossen Palästinenser mindestens zehn Kassam-Raketen vom Gazastreifen aus auf Israel ab. Zwei gingen beim Industriegebiet von Aschkelon nieder, verursachten jedoch keinen Schaden. Zwei Israelis wurden in Sderot durch Raketenbeschuss leicht verletzt, darunter war ein Kind. Einige Autos wurden beschädigt.
Seit dem Beginn der israelischen Gaza-Offensive starben mehr als 85 Palästinenser in Gaza. Etwa die Hälfte davon waren Militante. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.