Israel beschwert sich bei UN über Beschuss aus Gaza

NEW YORK (inn) - Israel hat sich am Wochenende über die anhaltenden palästinensischen Angriffe aus dem Gazastreifen bei den Vereinten Nationen beschwert. Der israelische Vertreter bei den UN, Meron Reuben, schrieb in seinem Brief, er hoffe, dass die internationale Staatengemeinschaft die Attacken verurteilt.

Es ist bereits das vierte Beschwerdeschreiben in diesem Jahr, das Israel wegen der andauernden Angriffe an die UN schickt. Der Tageszeitung "Jerusalem Post" zufolge nannte Reuben den Beschuss eine "ernsthafte Eskalation". Erst am vergangenen Samstag hatten Palästinenser mehr als 50 Granaten und Raketen auf Südisrael abgefeuert.

Die Attacken erfolgten "mit der klaren Intention, israelische Zivilisten anzugreifen und zu terrorisieren", schreibt Reuben. Er betonte, dass Israel die im Gazastreifen regierende Hamas dafür verantwortlich mache und sein Recht auf Selbstverteidigung ausüben werde. Laut dem Diplomaten seien die Angriffe eine Konsequenz des Waffenschmuggels. Sie machten zudem deutlich, welchen Sicherheitsherausforderungen die israelische Regierung täglich gegenüberstehe.

Nach den Angriffen vom Samstag hatte sich auch Israels Außenminister Avigdor Lieberman an die UN gewandt. Er warnte davor, dass ein zukünftiger Palästinenserstaat "ein terroristischer Staat" sein werde, mit dem obersten Ziel, "Israel zu zerstören". Der Beschuss sei erfolgt, während Vertreter der Hamas und der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) über eine Aussöhnung sprachen, so Lieberman.

Reuben hatte bereits am Freitag ein Beschwerdeschreiben an den UN-Sicherheitsrat geschickt. Darin ging es um den Frachter "Victoria", den die israelische Armee in der vergangenen Woche im Mittelmeer aufgebracht hatte, und der große Mengen an Kampfmitteln geladen hatte, die offenbar in den Gazastreifen geschmuggelt werden sollten. Reuben forderte den Sicherheitsrat dazu auf, etwas gegen den Waffenschmuggel zu unternehmen.

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