Israel bemüht sich weiter um Freilassung Schalits

GAZA (inn) - Israel hat der Hamas erneut ein Angebot zur Freilassung des entführten Soldaten Gilad Schalit gemacht. Gesandte des Internationalen Roten Kreuzes hoffen nun auf ein Treffen mit der Geisel.

Der Generaldirektor des Internationalen Roten Kreuzes, Angelo Gnaedinger, sagte am Mittwoch nach einem Treffen mit dem abgesetzten palästinensischen Premierminister Ismail Hanije: „Wir baten um den Zugang zu ihm (Schalit) und die Möglichkeit, dass er durch uns mit seiner Familie kommunizieren darf.“ Hanije versprach, dass er die Forderung überdenken werde und jeder an einer positiven Lösung arbeite. Dabei wolle man die humanitären Aspekte nicht vernachlässigen. Er hoffe, dass der Gefangenenaustausch schnellstmöglich geschehe, fügte er laut der Tageszeitung „Jediot Aharonot“ hinzu.

„Wir hoffen, ein Abkommen über den Austausch erreichen zu können, das dem Leiden der palästinensischen Häftlinge eine Ende setzt und dadurch die Akte Schalit abgeschlossen werden kann“, sagte Gnaedinger. „In dieser Hinsicht gibt es intensive Bemühungen.“

Gilad Schalit war am 25. Juni 2006 in der Nähe des Grenzzauns zum Gazastreifen von einer Gruppe bewaffneter Palästinenser entführt worden. Einige Monate nach der Entführung forderten die Palästinenser die Freilassung von mehreren Hundert Gefangenen gegen die Freigabe Schalits. Israel stimmte der Forderung nur bei 40 Häftlingen zu, denn viele seien an tödlichen Terroranschlägen beteiligt gewesen. Seitdem sind die Verhandlungen nicht wieder aufgenommen worden.

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