Israel als sicherer Ort – vor allem aus jüdischer Sicht

Jüdische Israelis betrachten ihr Heimatland mehrheitlich als den sichersten Ort der Welt. Anders ist die Wahrnehmung bei den Arabern im jüdischen Staat.
Von Israelnetz

JERUSALEM (inn) – Für knapp ein Drittel der israelischen Araber macht es keinen Unterschied, ob sie in Israel oder im Ausland leben. Hingegen halten drei Viertel der Juden ihren Staat für den sichersten Wohnort. Das geht aus einer aktuellen Umfrage des Israelische Demokratie-Institutes (IDI) hervor.

Dabei gaben 75,7 Prozent der jüdischen Teilnehmer an, Israel sei für Juden am sichersten. Das Ausland nannten 4,7 Prozent. Für weitere 15,4 Prozent der befragten Juden sind beide gleichwertig, und 4,2 Prozent wussten es nicht.

Von den arabischen Teilnehmern sagten 31,8 Prozent, Israel sei für Araber am sichersten. Das Ausland gaben 34,9 Prozent an. Eine Gleichwertigkeit stellten 29,3 Prozent fest, während 4 Prozent nicht zu antworten wussten.

Juden optimistischer als Araber

Das IDI hatte vom 28. Dezember bis zum 1. Januar 602 Juden und 150 Araber befragt. Es ging auch um die Aussichten für 2026. Dass es für sie persönlich ein gutes oder ziemlich gutes Jahr sein wird, meinen 81,4 Prozent der Juden und 46,6 Prozent der Araber. Hingegen rechnen 8,9 Prozent der jüdischen und 51,3 Prozent der arabischen Teilnehmer mit einem nicht so guten oder nicht guten neuen Jahr.

Mit Bezug auf den Staat Israel sagten 53,9 Prozent der Juden und 33,7 Prozent der Araber, das Jahr werde gut oder ziemlich gut. Eine negative Einschätzung äußerten 33,3 Prozent der jüdischen und 57,2 Prozent der arabischen Israelis.

Was die Sicherheitslage angeht, sind 43 Prozent der Juden und 12 Prozent der Araber sehr oder ziemlich optimistisch. Ziemlich oder sogar sehr pessimistisch gaben sich 64,7 Prozent der Juden und 85,3 Prozent der Araber.

Frage nach Untersuchungsausschuss zum Terrormassaker

Ein weiteres Thema war das Hamas-Massaker vom 7. Oktober 2023. Die Meinungsforscher fragten nach dem passendsten Mechanismus für eine Untersuchung der Ereignisse.

Eine staatliche Kommission, deren Mitglieder das Oberste Gericht ernennt, bevorzugten 53,9 Prozent der jüdischen und 61,3 Prozent der arabischen Teilnehmer. Ein Komitee, dessen Mitglieder die Regierung ernennt, hielten 23,4 der Juden und 15,9 Prozent der Araber für angemessen. Die dritte Möglichkeit war die Einschätzung, dass der Staatsprüfer sowie
interne Untersuchungen von Verteidigungsapparat und Ministerien ausreichten. Dem stimmten 6,7 Prozent der Juden und 14,1 Prozent der Araber zu. (eh)

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10 Antworten

  1. Das hat aber nichts mit der Israel immer wieder unterstellten Apartheid im eigenen Land zu tun.,andernfalls würden sich die arabischen Israelis nicht so offen und unverblümt äußern, aus Angst vor Repressalien. Als ich im Mai letzten Jahres in einem Café in Haifa mit einem meiner Neffen war, für eine Erfrischung, zwei habe ich zwei Israelis beobachtet, die scheinbar heftig diskutierten und mein Neffe hat mir das übersetzt die zankten zunächst wie die Kesselflicker herum, es ging, was wunder um Politik, aber dann machte einer der beiden, ich glaube der Araber eine Bemerkung über die mein Neffe lauthals losgeprustet ist, daraufhin schauten die Kontrahente zuerst uns und dann
    sich konsterniert an, grinsten Ihrerseits und tauschten ihren Tee als Zeichen des Friedens, danach ging die Unterhaltung in gelassenerem und gedämpften Ton weiter. Aber welche Bemerkung das war, wollte mein Neffe mir nicht sagen, ein Nochjecke würde das nicht verstehen. Aber dem kitzel ich die Antwort noch aus der Nase,spätestens bei meinem Urlaub dieses Jahr.
    SHALOM

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  2. Es gibt durchaus Hoffnung, dass sich der Optimismus der Juden in Israel bewahrheiten wird. Gott wird Israel schützen, und wir haben Hoffnung, dass die Sicherheit in Israel für alle Juden zunimmt, zumal die schrecklichen Erfahrungen der letzten Zeit nun alle stärker machen: Es wird eine gute Zeit geben für Israel !

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  3. Wenn drei Viertel der Juden Israel als den für sie sichersten Ort der Welt sehen, warum erwägen dann mittlerweile 27 Prozent der Bevölkerung den Schritt der Auswanderung?

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    1. Hallo liebe Ella, zu einem sind es Politische Gründe; und das andere ist die Tatsache, dass das Leben in Israel zu teuer geworden ist. Ich habe einen Bruder aus Bat Yam, der zahlt 5715 Schekel (1544 €) für eine 80 Quadratmeter große Dreizimmerwohnung.

      Außerdem sind die Benzinpreise in Israel einer der höchsten auf der Welt. Als wir in den Süden nach Eilat gefahren sind, musste ich 7,36 Schekel (2 €) pro Liter bezahlen. Hört sich wahnsinnig an wenn man bedenkt, dass Israel in einer Region befindet, dass sehr reich an Erdöl ist.

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      1. @Gideon
        @Micha
        Ja, da habt ihr wohl Recht. Teuer ist das Leben überall. Auch bei uns ziehen die Benzinpreise an bedingt durch die CO2-Abgabe. Für Israel hätte ich es weniger gedacht, so wie du Gideon es beschreibst an der Erdölquelle.
        Ich denke, irgendwann ändert sich alles und das Volk kommt zurück. Lg Ella

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