IS stellt Hamas 48-Stunden-Ultimatum

GAZA (inn) – Unterstützer der Terror-Organisation „Islamischer Staat“ haben die Hamas im Gazastreifen aufgefordert, ihr Vorgehen gegen sie innerhalb von 48 Stunden zu beenden. Die Hamas ließ zuvor einige IS-Sympathisanten festnehmen.
Die Hamas-Polizei tötete am Dienstag in Gaza einen mutmaßlichen IS-Anhänger.
In einer Erklärung, die am Montag an Medien geschickt wurde, stellten Unterstützer des „Islamischen Staates“ (IS) der Hamas ein 48-stündiges Ultimatum. Sie solle das scharfe Vorgehen gegen islamistische Terroristen in Gaza stoppen. In dem Statement stand nicht, was passieren würde, wenn die Hamas ihr Vorgehen fortsetzt. In der vergangenen Woche schlug eine Rakete nahe der Ortschaft Gan Javne, außerhalb von Aschdod, ein. In der Erklärung übernimmt der IS die Verantwortung für das Abfeuern des Geschosses, schreibt die Nachrichtenseite „INews24“. Am Dienstag haben Polizeikräfte der im Gazastreifen herrschenden Hamas einen mutmaßlichen Anhänger der IS-Terrormiliz getötet. Das teilte ein Sprecher des Hamas-Innenministeriums laut der Deutschen Presse-Agentur mit. Der 27-jährige Palästinenser sei bei einem Feuergefecht im Norden des Küstenstreifens ums Leben gekommen. Zuvor habe er sich der Festnahme widersetzt. Der Mann sei Mitglied einer Gruppe namens „Ansar al-Dawla al-Dschihadija“, die als IS-nahestehend gilt. In seinem Haus seien Sprengsätze und Panzerfäuste gefunden worden.

Hamas zerstörte Moschee von IS-Unterstützern

Unklar ist, wie viele IS-Unterstützer es im Gazastreifen gibt und ob sie eine operative Verbindung zu der extremistischen Terrorgruppe haben. Die Spannungen zwischen der Hamas und IS-Unterstützern begannen vor rund einem Monat. Die Hamas zerstörte eine Moschee, die zur Gruppe „Unterstützer des Islamischen Staates in Jerusalem“ gehört. In einer Erklärung hieß es, die Hamas habe die Moschee abgerissen, „auf eine Weise, in der es nicht einmal die jüdische und amerikanische Besatzung getan hätte“. Aufgrund des Hamas-Vorstoßes „erneuern wir unsere Loyalität zu Abu Bakr al-Baghdadi [Anführer des Islamischen Staates] und rufen ihn auf, den Einfluss zu verstärken und eine Kampagne in Palästina zu starten und den Kampf gegen die Juden und ihre Komplizen zu vereinigen“, erklärten die Terroristen laut der ägyptischen Zeitung „Al-Masri al-Jum“. Die Gruppe drohte daraufhin, Hamas-Mitglieder zu töten, wenn sie nicht einige Männer freiließe. Gleichzeitig veröffentlichte sie einige Namen und Fotos von ihnen. Die Hamas hatte ein Dutzend Vertreter der Gruppe verhaftet, die mit dem IS in Verbindung gebracht werden. (ms)

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