Iran dementiert Schließung Fordos

TEHERAN (inn) – Der Iran wird die Uran-Anreicherungsanlage Fordo nicht außer Betrieb nehmen. Das hat der Vorsitzende der iranischen Kernenergie-Organisation Ali Akbar Salehi am Mittwoch erklärt. Damit widersprach er Berichten, der Iran beabsichtige die Schließung Fordos.
Salehi hat Berichte dementiert, nach denen der Iran die Anreicherungsanlage Fordo schließt.

Foto: Parmida76

Salehi hat Berichte dementiert, nach denen der Iran die Anreicherungsanlage Fordo schließt.

Das deutsche Magazin „Spiegel“ hatte am Montag unter Berufung auf Geheimdienste gemeldet, der Iran sei bereit zur Schließung der Uran-Anreicherungsanlage Fordo, die 30 Kilometer nördlich der Stadt Qom liegt. Im Gegenzug sollten die Sanktionen gegen das Land gelockert werden (Israelnetz berichtete).
Gegenüber der iranischen Nachrichtenagentur „INRA“ sagte Salehi nun, eine solche Nachricht habe die iranische Regierung nie veröffentlicht und es sei undenkbar, dass eine solche Botschaft jemals verbreitet werde. Auch sei ihm nicht bekannt, dass eine Schließung überhaupt ein Thema sei.

Stärkung der Zusammenarbeit

Zugleich merkte Salehi an, er sei zuversichtlich, eine Einigung in der Frage des Atomprogramms zu erzielen. Ein neuerliches Treffen mit dem Generaldirektor der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) Yukiya Amano sei konstruktiver verlaufen als die vorigen. „Der Iran ist bereit, die Zusammenarbeit mit der IAEA auszuweiten und zu stärken.“
In einem Gespräch mit dem amerikanischen Sender „NBC News“ am Mittwoch versicherte Rohani, keine Nuklearwaffen bauen zu wollen. „Wir haben niemals eine Atombombe angestrebt und das werden wir auch weiterhin nicht tun.“ In dem Interview bestätigte er auch den Briefwechsel mit dem US-amerikanischen Präsidenten Barack Obama (Israelnetz berichtete). Es handele sich dabei um „kleine Schritte für eine wichtige Zukunft“. Ein Treffen mit Obama im Rahmen der UN-Generalversammlung Ende September habe er „nicht ausgeschlossen“.

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