iPhones ganz oben auf der Wunschliste

JERUSALEM (inn) – Israelische Handy-Besitzer werden immer jünger: Ein Viertel der 6- bis 8-Jährigen besitzt ein eigenes Mobiltelefon, zeigt eine Studie der Mobilfunkgesellschaft Pelephone. Der Grund: Die meisten Eltern wollen ihre Kinder immer erreichbar wissen. Bei vielen Grundschülern steht dabei ein iPhone auf der Wunschliste.
Grundschulkinder benutzen ihr Handy besonders gern für Spiele.

Foto: Israelnetz

Grundschulkinder benutzen ihr Handy besonders gern für Spiele.

Für die Erhebung wurden 920 Mütter stellvertretend für die gesamte israelische Bevölkerung befragt. Dabei stellte sich heraus, dass statistisch gesehen 66 Prozent der Kinder im Alter von 9 bis 11 Jahren ein eigenes Handy besitzen. In der Altersklasse 12 bis 14 seien es schon 91 Prozent, schreibt die Tageszeitung „Ha‘aretz“.
Nirit Ben-Kisch, Marketingleiterin von Pelephone, erklärte dazu: „Jahr für Jahr sinkt das Alter, ab dem Eltern ihren Kindern das erste Mobiltelefon geben. Sie haben das Bedürfnis nach Beruhigung und nach der Möglichkeit, ihre Kinder zu erreichen. Das führt dazu, dass sie ihnen ihr erstes Handy kaufen, wenn sie in die erste Klasse kommen.“
Ein Apple-Gerät ist bei israelischen Kindern dabei besonders beliebt. Beinahe die Hälfte der befragten Mütter gab an, ihre Kinder wünschten sich ein iPhone. Die meisten Eltern teilen die Liebe zur Marke Apple jedoch nicht und bevorzugen es, andere Geräte für ihre Kinder zu kaufen. Lediglich 22 Prozent der 6- bis 14-Jährigen besitzen ein iPhone. Im Alter von 12 bis 14 sind das 28 Prozent, zeigt die Studie.
Im Hinblick auf die Nutzung der Geräte stellte sich heraus: Israelische Kinder lieben Apps, mobile Anwendungen, die sie auf ihren Telefonen installieren. Etwa 75 Prozent der Mütter berichteten, dass ihre Sprösslinge Apps nutzen. 56 Prozent der Kinder zwischen 6 und 8 Jahren nehmen ihr Mobiltelefon besonders gern für das Spiel „Angry Birds“ zur Hand.
„Mit der Zeit ändert sich das Nutzungsverhalten“, sagte Ben-Kisch. „Zu Beginn ruft ein Schulkind hauptsächlich seine Eltern an, um zu sagen, dass er oder sie angekommen ist. Mit dem Älterwerden beginnt das Kind, Apps herunterzuladen, Textnachrichten bei WhatsApp zu versenden und über Facebook mit Freunden in Kontakt zu bleiben. Zu ihrer Bar Mitzwa bekommen viele ein Handy als Geschenk oder nutzen ihre Geldgeschenke, um sich ein iPhone oder Samsung Galaxy zu kaufen“, ergänzte er.
Insgesamt gebrauchen etwa 92 Prozent aller Kinder ihr Telefon zum Versenden von Textnachrichten an Freunde und Familie.
Der Name „Pelephone“ wurde aus dem hebräischen Wort „pele“ gebildet, das „Wunder“ bedeutet.

Schreiben Sie einen Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Bitte beachten Sie unsere Kommentar-Richtlinien

Offline, Inhalt evtl. nicht aktuell

Israelnetz-App installieren
und nichts mehr verpassen

So geht's:

1.  Auf „Teilen“ tippen
2. „Zum Home-Bildschirm“ wählen