Im Internet: Die gute alte Zeit im Kibbutz

WETZLAR (inn) – Wer einmal in seinem Leben in einem Kibbutz in Israel gearbeitet hat, doch leider die Arbeitskollegen und Freunde von damals aus dem Auge verloren hat, kann sie jetzt über das Internet wiederfinden: die Internet-Seite “Kibbutz Reloaded” macht den Kontakt zwischen ehemaligen “Kibbutzniks” möglich.

“Schalom zur ersten umfassenden Webseite, auf der ehemalige Kibbutz-Volontäre alte Freunde wiedertreffen können”, begrüßt KibbutzReloaded.com den Besucher. Jeder, der einmal in einer der legendären israelischen Arbeitsgemeinschaften Orangen oder Oliven gepflückt, Gästezimmer geputzt oder in der Küche oder mit alten Menschen gearbeitet hat, kann sich nun mit Gleichgesinnten über die Erfahrungen austauschen. Und vielleicht findet er sogar alte Kollegen wieder, mit denen er gemeinsam die Kibbutz-Zeit verbracht hat.

Der Besucher muss sich dazu lediglich ein (kostenloses) Login zulegen. Nach Angabe von Name, E-Mail-Adresse und Geburtsdatum bekommt er einen persönlichen Zugang zur Webseite. Der Leser kann dann Erfahrungsberichte lesen, Fotos ansehen – und natürlich alte Freunde wiederfinden.

“Es gab so viele wunderbare Nächte im Kibbutz”, schreibt etwa Molly Weinstein aus den USA in nostalgischen Erinnerungen. Und Fabio Grynwald aus Argentinien weiß von den Tagen des Libanon-Krieges zu berichten, als die Bewohner seines Kibbutz Gazit ihre Gewehre schultern mussten.

Die beiden Gründer der Seite haben selbst jahrelang im Kibbutz Mefalsim nahe dem Gazastreifen gearbeitet. Victor Kremer aus New York hat in dieser Zeit 270.000 Kühe gemolken, erzählt er. Sein Freund Usi Dor wurde dort sogar geboren. Doch eines Morgens “packte ihn der Kapitalismus”, schreibt er. Seitdem sehe er das Kibbutz-Leben “nur noch in seinen Albträumen” – auch eine Meinung, abseits der Nostalgie.

Alte Freunde wiederfinden bei:
www.kibbutzreloaded.com

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