Holocaust-Gedenktag: Rednerin lebte in Israel

Von Israelnetz

Die Rednerin beim diesjährigen Holocaust-Gedenken im Deutschen Bundestag am Mittwoch hat zehn Jahre in Israel gelebt. Die polnisch-US-amerikanische Psychotherapeutin Tova Friedman wurde 1938 in Gdingen bei Danzig geboren. Als sie fünf Jahre alt war, deportierten die Nazis sie und ihre Mutter ins Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau. Sie überlebte unter anderem wegen eines mutmaßlich technischen Defektes der Gaskammern. 1950 wanderte sie in die USA aus. Ab 1960 lehrte sie an der Hebräischen Universität Jerusalem. Mit ihrem Enkel Aron klärt Friedman in einem TikTok-Kanal über die Schoa auf. (eh)

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4 Kommentare

  1. Liebe Tova Friedmann, danke, dass Sie nach DE kommen und im Bundestag sprechen. Ich hoffe, das hat Auswirkungen auf unsere Politiker. Danke, dass Sie auch im hohen Alter noch die Aufgabe wahrnehmen, den Menschen Ihre Geschichte nahezubringen und gegen den Antisemitismus zu kämpfen.
    Sie haben mit 5 Jahren die Gaskammern überlebt. Keine 5 jährige sollte an einem solchen Ort sein. Aber Sie haben dadurch noch eine Aufgabe. Zusammen mit Aron und den 200 gedrehten Videos erreichen Sie durch TikTok die jüngere Generation, das ist sehr wichtig. Ich wünsche Ihnen und Ihrer Familie noch ein langes glückliches Leben in Israel. Seien Sie gesegnet! Auch Ihr Enkel Aron, der Ihre Arbeit unterstützt.
    Sie haben meine ganze Hochachtung und Bewunderung. Gott segne Sie.
    Ella

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  2. Ingo Zamperoni führte für die ARD ein kurzes Interview mit Tova Friedmann. Ein beglückender Moment, weil Enkel und Großmutter so vieles Richtige so gut zum Ausdruck brachten. Ich kann nur hoffen, dass ihre Aktivitäten einen fruchtbaren Beitrag dazu leisten werden, das grassierende Unwissen, die Gleichgültigkeit, aber auch den zunehmenden offenen und scheinheilig verschleierten Antisemitismus von so vielen bei uns in Deutschland, aber auch der EU und in großen Teilen unserer Welt, zu bekämpfen.

    Ich denke heute besonders an meinen Vater, der die Shoah überleben durfte, und an seine Geschwister, Eltern und seine vielen Verwandten, denen das nicht vergönnt war und ihr Ende in den verschiedenen KZs in ganz Europa fanden. Es ist entsetzlich, dass es auch heute noch so viele gibt, die nicht verstehen, wie wichtig es ist angesichts der Jahrtausende andauernden Verfolgung und Ausgrenzung von Juden weltweit, Israel und seine Existenz zu schützen und dafür kompromisslos einzustehen.

    Der Zionismus wird durch Verdrehung fadenscheinig als Imperialismus gebrandmarkt, die Verteidigung des jüdischen Staates gegen den arabischen Terror als Genozid umgeschrieben. Sobald es mal zu fragwürdigen Übergriffen Israels bei seiner Verteidigung kommt oder sich jüdische Menschen nicht moralisch einwandfrei oder gesetzestreu verhalten, bricht sich international und medial eine Welle der Empörung und Verunglimpfung Bahn, befeuert von begeisterten Antisemiten, die sich geschickt als Moralapostel verschleiern.

    Holocaustgedenken darf nicht auf Rituale reduziert, sondern muss lebendig gelebt werden!

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  3. Sehr geehrte Frau Friedmann,
    einfach nur Danke. Mir fehlen immer wieder die Worte wenn ich Ihre Geschichte lese oder wie heute im Bundestag höre.
    Es darf sich nie wieder wiederholen.
    Stefan Terhorst

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  4. Ich möchte allen empfehlen, die Rede von Tova Friedmann im Deutschen Bundestag in der Jüdischen Allgemeine nachzulesen, falls man sie noch nicht live gehört hat. Aber auch dann ist das nochmalige Nachlesen dieser so bewegenden Worte lohnenswert! Mit ihren so ergreifenden Worten hat sie all das benannt, was man wissen muss, um eine Haltung gegenüber Antisemitismus einzunehmen. Grandios!

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