Wie die Zeitung "Jediot Aharonot" unter Berufung auf die kuwaitische Tageszeitung "Al-Rai al-Aam" berichtet, hatte die Hisbollah den mutmaßlichen Spionen eine Falle gestellt. Sie habe absichtlich ein paar Informationen über Israel durchsickern lassen, um herauszufinden, wer dieses Wissen weitergibt. Dies habe dazu geführt, dass "die Kollaborateure mit dem Feind in den Reihen der Organisation" gefasst werden konnten. Israel sei es in diesem geistigen Kampf nicht gelungen, "seine Reaktion zu verbergen oder sich einer Reaktion zu enthalten. Dies hat zu der Situation beigetragen, in der seine Agenten in die Falle tappten und entdeckt wurden".
Die Zahl der entlarvten Spione sei "größer als die Zahl der Finger zweier Hände", heißt es weiter in "Al-Rai al-Aam". Die Hisbollah sei "schockiert infolge der israelischen Infiltration". Einige Agenten hätten "hohe Positionen" in der Organisation. Das Maß der Verbindung mit Israel "übersteigt alle Vorstellungen". Die Verdächtigen seien in den vergangenen drei Monaten gefasst worden.
In der Vergangenheit wurden im Libanon immer wieder mutmaßliche Kollaborateure zum Tode verurteilt.