Der 20. Tag der Militäroperation „Starker Fels“ ist gezeichnet von einem Hin und Her über eine Feuerpause. Israel gab auf Bitten der Vereinten Nationen in der Nacht zum Sonntag eine einseitige Verlängerung der Waffenruhe mit der Hamas um 24 Stunden bekannt. Die Hamas wollte diese ohne Abzug des israelischen Militärs nicht akzeptieren und beschoss hingegen israelische Ortschaften erneut mit Raketen.
Nach diesen Angriffen von militanten Palästinensern erklärte die israelische Armee die verlängerte humanitäre Waffenruhe für beendet. Das israelische Militär werde mit Luftwaffe, Marine und Bodentruppen ihre Angriffe auf den Gazastreifen ebenfalls wieder aufnehmen, hieß es. Schließlich erklärte Hamas-Sprecher Sami Abu Suhri im Laufe des Sonntags in Gaza, sich jetzt doch an die 24-stündige Waffenruhe halten zu wollen. Diese startete 13 Uhr mitteleuropäische Zeit.
Israel will nach Angriffen keine erneute Waffenruhe ausrufen
Israel will vorerst keine neue 24-stündige Waffenruhe ausrufen, melden israelische Medien am Sonntagnachmittag. Die radikal-islamische Hamas verletze die von ihr am Sonntag angekündigte Feuerpause selbst, sagte Regierungschef Netanjahu in einem Interview des US-Senders CNN. „Wir werden alles Notwendige tun, um unser Volk zu schützen.“ Am Nachmittag schoss das Raketenabwehr-System Eisenkuppel vier Raketen über Kirijat Gat ab.
Während der 16-stündigen Waffenruhe am Samstag wurden viele Opfer im Gazastreifen geborgen. Ihre Zahl stieg bis zum Sonntag auf 1.060 Menschen. Unter den Opfern sind laut israelischem Militär hunderte Hamas-Angehörige. Auf israelischer Seite stieg die Opferzahl laut der „Times of Israel“ auf 43 Soldaten und drei Zivilisten.