Hebron: Von Soldaten getötete Israelis waren Wachmänner

HEBRON (inn) – Die beiden Israelis, die am Donnerstagmittag in der Nähe von Hebron versehentlich von israelischen Soldaten erschossen wurden, waren Wachmänner. Armeeangaben zufolge hatten die Sicherheitskräfte zuvor aufgrund von akuten Terrorwarnungen die Alarmbereitschaft in der Region erhöht.

Demnach bemerkten Soldaten auf der Suche nach einem militanten Palästinenser in der Nähe der jüdischen Ortschaft Pnei Haver, südöstlich von Hebron, zwei bewaffnete Männer. Einer von ihnen sei in ein Auto gestiegen und losgefahren. Darauf hätten ihn die Soldaten auf arabisch zum Anhalten aufgefordert. Als er nicht reagierte, wurde er durch mehrere Schüsse getötet.

Wie der Radiosender “Kol Israel” meldet, rief der zweite Wachmann in der Siedlung Kiriat Arba an und teilte mit, daß sein Kollege von “Terroristen” erschossen worden sei. Danach begann er zu rennen. Gleichzeitig informierten die Soldaten weitere Armeeangehörige über den Tod eines “Terroristen”. Ein weiterer sei auf der Flucht. Von einem Militärhubschrauber aus töteten Soldaten den Israeli.

Bei den beiden Wachmännern handelt es sich um den 23jährigen Jo´av Doron aus Jerusalem und Jehuda Ben Josef (22) aus Ma´ale Adumim. Sie wurden in der Nacht zum Freitag in der israelischen Hauptstadt bestattet. Armeesprecher drückten ihr Bedauern über den tragischen Vorfall aus und kündigten weitere Untersuchungen an.

Israelische Medien hatten zunächst berichtet, bewaffnete Palästinenser hätten sich als Soldaten verkleidet und die beiden Israelis getötet.

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