Hanije fordert Untersuchung der tödlichen Gedenkfeier

GAZA (inn) - Der abgesetzte palästinensische Premier Ismail Hanije hat am Donnerstag die Bildung einer unabhängigen Kommission gefordert, welche die tödlichen Auseinandersetzungen bei der Gedenkfeier für Jasser Arafat in Gaza untersuchen soll. Bei der größten Fatah-Versammlung im Gazastreifen seit der Machtübernahme durch die Hamas waren am Montag sieben Menschen getötet und unzählige verletzt worden.

Gegen Ende der Veranstaltung soll die Hamas-Polizei in Gaza das Feuer auf die Fatah-Teilnehmer eröffnet haben. Hanije sagte, dass seine Regierung sich ihren „Pflichten gegenüber den Opfern des Zusammenstoßes stellen“ werde.

„Trotz der Erleichterungen der Regierung, wurde die Hamas nicht zu der Veranstaltung eingeladen. Darüber hinaus haben die Sprecher der Veranstaltung die Hamas und die Regierung angegriffen. Nach dem friedlichen Ende der Gedenkfeier wurden alle von dem blutigen Ausgang überrascht“, sagte Hanije.

Hanije forderte die Bildung einer Kommission, um den nationalen Dialog voranzutreiben. Die Expertenrunde solle sich mit dem Gazastreifen und dem Westjordanland sowie mit außenpolitischen Themen beschäftigen, sagte der Hamas-Führer.

Darüber hinaus forderte Hanije die Freilassung aller Hamas-Mitglieder, die im Westjordanland inhaftiert seien.

Unterdessen traf sich der palästinensische Innenminister Said Siyam mit Vertretern der marxistischen Gruppierungen PFLP und DFLP sowie dem Islamischen Dschihad, um die Vorfälle vom Montag zu besprechen. Das berichtete die palästinensische Nachrichtenagentur „Ma´an“.

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