Hamas-Vertreter lädt Obama in Gazastreifen ein

GAZA / WASHINGTON (inn) - Ein ranghoher Vertreter der Hamas, Ahmad Josef, hat Obama in einem Brief gebeten, den Gazastreifen zu besuchen. Eine amerikanische Delegation überreichte der US-amerikanischen Botschaft in Kairo das Schreiben, wo Obama am Donnerstag eine Rede hielt.

Die Gruppe von Journalisten, Professoren und Sozialarbeitern brachte den Brief am Donnerstagmorgen zusammen mit einer Petition in die US-amerikanische Botschaft in Ägypten. Der Hamas-Vertreter schrieb Obama in dem Brief, dass die Hamas eine schnelle Lösung des Konfliktes wünsche, die im Einklang mit dem internationalen Gerichtshof, der UN und der Menschenrechtsorganisationen stehe. “Wir sind bereit, mit all diesen Organisationen auf der Basis von gegenseitigem Respekt weiterzuarbeiten, ohne jegliche Ansprüche oder Konditionen geltend zu machen.” Zudem verschaffe ein solcher Besuch den USA ein hohes Ansehen in der ganzen Welt

Dem Brief ist eine Petition beigefügt, in der unter anderem mehr als 10.000 Amerikaner fordern, dass sich Obama die Auswirkungen der israelischen Offensive im Gazastreifen anschauen soll, berichtet die palästinensische Nachrichtenagentur “Ma´an”. “Es ist sehr wichtig, den Gazastreifen zu besuchen und damit Zeuge für den Krieg und die Verbrechen zu sein, die 22 Tage andauerten. Es wurden so viele Menschen von den Israelis ermordet, was die USA auch noch unterstützte.” Daher sei es sehr wichtig, eine Lösung für den israelisch-palästinensischen Konflikt zu finden, um damit auch die Spannungen zwischen den USA und den Palästinensern abzubauen.

Zudem beklagt die Delegation in dem Schreiben, dass Obama weder den Gazastreifen besuche, noch ein offenes Ohr für die Anliegen der Palästinenser habe. Auch mit einem Besuch des Nahost-Abgeordneten der USA, George Mitchell, sei nicht zu rechnen. Bisher seien nur wenige Abgeordnete des US-Kongresses im Gazastreifen gewesen.

Bei der Übergabe sagte Medea Benjamin, Gründerin der Antikriegsgruppe” Codepink”, die ausschließlich aus Frauen besteht: “Es wird keine bedeutsame Verbesserung in der Beziehung zwischen den USA und der arabischen Welt geben, solange die USA nicht den ersten Schritt machen und mit der Hamas verhandeln.” Damit würden sie ihren Verpflichtungen sowohl gegenüber den Palästinensern als auch den Israelis nachkommen.

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