Hamas-Unterstützung: Gründer von muslimischer Stiftung zu 65 Jahren Haft verurteilt

DALLAS (inn) - Ein US-Gericht in Dallas hat am Mittwoch zwei Gründungsmitglieder der nach eigenen Angaben größten muslimischen Wohltätigkeitsorganisation in den USA, der "Holy Land Foundation for Relief and Development", zu jeweils 65 Jahren Haft verurteilt. Diese und drei weitere Männer waren bereits im November 2008 für schuldig befunden worden, die in den USA als Terror-Organisation eingestufte Hamas unterstützt zu haben.

Die drei weiteren Mitglieder der “Stiftung für Wiederaufbau und Entwicklung im Heiligen Land” wurden zu 15 Jahren oder 20 Jahren verurteilt. Die Anklagepunkte reichten von Geldwäsche über Steuerhinterziehung bis zur Unterstützung einer terroristischen Organisation. Das meldet die Tageszeitung “Jerusalem Post”. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die Wohltätigkeitsorganisation die Hamas mit mehr als zwölf Millionen Dollar unterstützt hat.

Die Verteidigung hatte stets darauf beharrt, dass das Geld ausschließlich für die Versorgung notleidender Palästinenser benutzt worden sei.

“Diese Strafen sollten eine scharfe Warnung für jeden sein, der wissentlich finanzielle Unterstützung für Terroristen unter dem Deckmantel humanitärer Führsorge leistet”, heißt es in einer Erklärung des Gerichts.

Die Hamas wurde 1995 von den USA zur Terror-Organisation erklärt. Damit war es verboten, die radikal-islamische Organisation finanziell zu unterstützen. Die Gruppe hatte für hunderte Selbstmordanschläge gegen israelische Zivilisten die Verantwortung übernommen. Die “Holy Land Foundation” mit Sitz im US-Bundesstaat Texas wurde 2001 geschlossen, nachdem die US-Regierung vier Millionen Dollar ihres Vermögens eingefroren hatte. Seitdem haben mehrere Bundesgerichte diesbezügliche Proteste der Stiftung abgelehnt. Die Regierung habe ausreichende Indizien dafür, dass diese die Wohltätigkeit mit Terror verknüpfe, urteilten sie.

Israel hatte der Organisation im Jahr 1997 untersagt, innerhalb seines Gebietes zu agieren. Die Regierung warf der Stiftung vor, Geld an Familien von palästinensischen Selbstmordattentätern weitergegeben zu haben.

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